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| Erykah Badu Worldwide
Underground |
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Wenige Worte genügen
10. Oktober 2003
Erykah Badu lädt mit "Worldwide Underground"
zur dritten Reise in die Twilight-Zone des
Musikgeschäfts ein.
Es gelten eigene Regeln Badus Regeln. Rezepte
zum Erfolg verlieren an Bedeutung wenn die 31-jährige
Mutter ohne Rücksicht auf die Norm ihre Tracks
ins Rennen schickt.
Nach Baduizm und Mama's Gun
sprengt Badus drittes Album Worldwide Underground
die musikalischen und logisch-rationalen Grenzen des
Business. Ganz gegen die aktuelle Tendenz des Mainstreams
zum 3-Minuten-Song zählt hier der Grundsatz:
Ein Lied ist dann zu Ende, wenn es rund und gelungen
ist unabhängig von seiner Länge. Es
tut gut wieder einmal eine zweistellige Zahl auf der
Minuten-Anzeige der Anlage zu sehen. Auch die Lyrics
der Lady aus Dallas verblüffen: Oft erzählt
sie mit nur wenigen Worten Geschichten, zu denen der
Hörer mühelos Zugang findet, um sie für
sich weiter zu spinnen.
Die Texte sind intensiv, ehrlich und sie haben diesen
Getto-Touch, der einem das Gefühl gibt,
die Platte könnte in den Straßen der Bronx
recorded worden sein. Einige Erlebnisse schildert sie
mit Liebe zum Detail, andere deutet sie nur an.
Neben den souligen Gesängen und den smoothen Melodien
spielt HipHop eine bedeutende Rolle in dem unverkennbaren
Style der Badu. Sie rappt gelegentlich, thematisiert
Hip-Hop in ihren Songs und auf ihren Platten ist immer
genügend Platz für hervorragende Collabos.
Diesmal sind Dead Prez, Angie Stone, Common Sense und
Female Rap-Legende Queen Latifah mit dabei. Als Bonus-Track
wurde noch Love of my life daraufgepackt,
und wer sich diese 54 Minuten entgehen lässt ist
selbst schuld.
#stephan kliemstein
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