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Hip-Hop innovativ
3. Dezember 2004
Die "Maroons" liefern mit "Ambush"
keinen typischen "Bling-Bling-Hip-Hop" ab,
sondern punkten mit anspruchsvoller Musik.
"Maroon" kommt vom spanischen "cimmaron",
welches wiederum "ungezähmt" bedeutet.
Die ersten Afroamerikaner sind ja bekanntlich nicht
freiwillig auf den neuen Kontinent übersiedelt.
Als die spanischen Kolonialherren mit den Briten um
die Macht rangen, kamen die Spanier schnell auf die
glorreiche Idee, ihre Sklaven zu bewaffnen und sogleich
in den Krieg zu schicken. Doch auch die afrikanischen
Sklaven waren nicht ideenlos, und anstatt in den Krieg
zu ziehen, zogen sie es vor in den schützenden
Busch zu flüchten und dort Dörfer und somit
Auffangstationen für weitere geflüchtete Sklaven
zu gründen.
"Chief Xcel" von "Blackalicious"
und "Lateef the truth Speaker" von "Latyrx"
liefern auf ihrem Debütalbum "Ambush"
hochkarätigen Hip-Hop, welcher sich durch smoothe
Beats und relaxte Rhymes charakterisiert, ohne allerdings
auf Kopfnickgarantie zu verzichten. Wer aufgrund des
Bandnamens schwere politische Kost befürchtet,
kann beruhigt werden, es steht definitiv keine Predigt
über gesellschaftliche Missstände permanent
im Vordergrund. Auch hübsche Mädchen können
Inspiration genug sein, wie beispielsweise auf "Don`t
Stop" bewiesen wird.
Jazz-, Funk- und Hip Hop-Elemente werden auf gekonnte
Weise miteinander vermischt, die Vocals werden auch
schon mal melodiös eingesetzt, und das alles natürlich
mit dicken Basslinien hinterlegt.
"Ambush" fällt aufgrund der neun auf
dem Album vertretenen Tracks wohl eher in die Kategorie
"Short-Player". Aber selbst mit dieser mageren
Ausbeute wird deutlich gemacht, dass hier echte Könner
am Werk sind, die keinen Vergleich zu scheuen brauchen.
Fazit: So soll innovativer Hip-Hop sein! Aus diesem
Grund gibt der Gue den "Maroons" für
ihr Erstlingswerk "Ambush" 8,5 von 10 "Bling-Bling"-Goldketten.
#gue schmidhuber
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