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Ohne Lessing wären wir nicht weit gekommen in der deutschen Literatur.
Er hat die Ideen der Aufklärung mit dem Anspruch der literarischen Form versöhnt, und er hat eine neue Streitkultur entwickelt. "Er war der Virtuose des Ärgers", schreibt Daniel Kehlmann, der wie zehn andere Autoren - darunter Hans Eichhorn, Lutz Seiler und Yoko Tawada - Lessing für den Gebrauch in unserer Gegenwart auf den Prüfstand stellt. Er ist einer von uns, ein Zeitgenosse, so lebendig, dass er sich ungefragt in unser Denken einmischt.
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