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Liebevoll restaurierte Oldtimer, die mehr Jahre auf dem Buckel haben als ihre Besitzer, sind beim Gaisbergrennen (10.–12. 6.) in Salzburg zu sehen.
Wer jemals ein altes Auto wieder in Schuss gebracht hat, weiß, wie viel Arbeit hinter der Verwandlung einer klapprigen Rostlaube in Papas funkelnden Liebling steckt. Dazu gehören Geduld und vielleicht auch eine kleine „lockere“ Schraube. Schlimmer ist es schon bei jenen, die sich über die Restauration und den Erhalt eines echten Oldtimers trauen. Wer diese Arbeit nicht Profis überlässt, hämmert den ganzen Winter, um beim ersten Mailüfterl mit stolzgeschwellter Brust auf Ausfahrt zu gehen.
Die oberste Kaste dieser Gruppe bilden aber jene, die einen alten Rennwagen ihr Eigen nennen dürfen. 144 dieser rollenden Museen, von denen viele Rennsportgeschichte geschrieben haben, kommen vom 10. bis 12. Juni zum Jubiläumsgaisbergrennen nach Salzburg.
An drei verschiedenen Orten haben die Salzburger die Gelegenheit, die historischen Fahrzeuge in Aktion zu sehen (s. Kasten). „Für das Rennen an der Salzach wurde bewusst ein Tag gewählt, an dem kaum Berufsverkehr in der Altstadt zu erwarten ist“, erläutert Gert Pierer, der den Bewerb gemeinsam mit Freunden in seiner Freizeit organisiert. Die Strecke ist während des Rennens an Fronleichnam für den Verkehr gesperrt. Die Veranstalter haben sich um den Lauf an der Salzach bemüht, um noch mehr Zusehern die Chance zu geben, dabei zu sein, wenn historische Bugatti, Austin Healy oder Lotus über den Rudolfskai jagen. „Mit dem Bewerb soll an die alte Rennsporttradition angeschlossen werden. Salzburg genoss bei den Autoherstellern einst höchstes Ansehen. Das unterscheidet den Bewerb auch von den meisten Oldtimertreffen, die ohne historischen Hintergrund auskommen müssen.“
Die Veranstalter rechnen mit bis zu 10.000 Zusehern über alle Bewerbe verteilt und verweisen auf die Wertschöpfung, die damit zusätzlich in Salzburg und Umgebung entsteht. Die Väter des ersten Gaisbergrennens vor 75 Jahren sind leider nicht mehr dabei, einige Fahrzeuge ihrer Zeit schon. Sie erinnern an den Pioniergeist, von dem Salzburg in jener Zeit ergriffen war.
PROGRAMM:
Donnerstag, 10. Juni 14 Uhr: Aufstellen der historischen Rennwagen auf dem Residenzplatz 16 Uhr: Beginn des Franck-Muller-Grand-Prix in der Altstadt
Freitag, 11. Juni 10 Uhr: Beginn der Trainingsläufe auf den Gaisberg 14 Uhr : erster und zweiter Wertungslauf auf den Gaisberg (bis ca. 18 Uhr), Fahrerlager in Guggenthal
Samstag, 12. Juni 8 Uhr: zwei Wertungsläufe am Salzburgring (bis 10.30) 13.30 Uhr: dritter und vierter Wertungslauf auf den Gaisberg
Eintritt frei Zuseher sind beim Gaisbergrennen 2004 herzlich willkommen und haben bei allen Läufen freien Zutritt. Beim Gasthof Mitteregg gibt es beschränkt Parkplätze für alle, die auf der gemähten Zistelwiese zusehen wollen, außerdem in Guggenthal bei den Firmen Lettner und Leitner. Während der Rennen ist die Gaisbergstraße gesperrt.
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