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  Samstag, 10. Jänner 2009 PLATTFORM FÜR SALZBURG    
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Gaisberg Rennen

Altes Rennsportpflaster

Die Salzburger kann man durchaus als Rennsport-Enthusiasten „der ersten Stunde“ bezeichnen. Das erste Straßenrennen Österreichs (Salzburg – Wien) startete am 1. Juni 1900, damals noch in der Gemeinde Gnigl. Bei der Renn-Fernfahrt Paris – Wien war Maxglan eines der Etappenziele. Diese für damals sensationellen Ereignisse entfachten in vielen Salzburger Familien die Vorliebe für den Geruch von abgeriebenem Gummi und Motoröl.

Die Begeisterung überschlug sich geradezu, als 1929 das erste Gaisbergrennen gestartet wurde. Mit dabei unter anderem Hans Gessele jun., 3. Platz und damit bester Salzburger. Er startete nicht im ledernen Rennanzug, sondern zog es vor, in Tracht auf seinem Gräf & Stift Richtung Bergspitze zu brausen. Platz 6 belegte Rudolf Holzermaier. Zu den Organisatoren gehörten damals Hans Schmirl, Platzsprecher war Wolfgang v. Karajan, Bruder des Dirigenten. Die RAVAG, Vorgänger des ORF, übertrug ab 1930 die Rennen live im Radio. Dem Organisationskomitee des Salzburger Automobilclubs  gehörten Präs. Franz Breuschen, Carl Spängler sowie die Unternehmer Josef Klein und Edwin Schurich  an. Hans Gessele, Heinrich Kiener, Friedrich Mayr-Melnhof, Richard Tomaselli und Paul Koppenwallner arbeiteten neben vielen weiteren Helfern ebenfalls mit. Als technischen Kommissär gewann man Landesgerichtsrat Siegfried Ratzenböck.

Der Weltkrieg und die Nazis bereiteten den Anstrengungen der Salzburger Rennsportfans ein Ende. Vorübergehend, denn 1957 war in Guggenthal wieder der Klang der hochgezüchteten Motoren zu vernehmen. Ab dann wurde die Unterstützung bei den Salzburgern noch breiter, darunter die beiden Fahrschulbesitzer Willi Koch und Toni Magnus sowie Hans Schmirl u. v. a. Die Familie Koppenwallner ist mittlerweile gar in vierter Generation beim Gaisbergrennen vertreten. Wenn heuer vom 10. bis 12. Juni   wieder Rennsportatmosphäre herrscht, schwingt eine Menge Tradition und Nostalgie mit.

Daten und Fakten

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