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Immobilien Bauguide


Liebe Leserinnen, liebe Leser!
15 Jahre lang war ich in Salzburg für den Wohnbau zuständig. Der Wohnungsbestand in Salzburg hat sich in diesen Jahren sehr erfreulich entwickelt. Mehr als 240.000 Wohnungen gibt es nun in unserem Bundesland. Allein in den vergangenen zehn Jahren nahm der Wohnbestand um rund 20 Prozent zu.

Aber nicht nur die Anzahl der vorhandenen Wohnräume, sondern auch die Qualität hat sich entscheidend verbessert. Heute sind 88 Prozent der Salzburger Wohnungen der Kategorie A zuzurechnen. Und auch die Nutzfläche der Wohnungen hat sich vergrößert. Im Durchschnitt hat eine Wohnung im Land Salzburg heute 85 Quadratmeter.

Diese abstrakten Zahlen spiegeln sich auch in der Wohnzufriedenheit wieder. Mehr als 90 Prozent der Salzburgerinnen und Salzburger sind mit ihrer Wohnsituation zufrieden. Ein entscheidender Faktor für die Zufriedenheit ist dabei aber vor allem der Preis, um den die Wohnung zur Verfügung steht.

Das Salzburger Baugewerbe, die gemeinnützigen Genossenschaften, die Immobilientreuhänder und auch die öffentlichen Körperschaften versuchen gemeinsam, hochqualitative Wohnungen zu vernünftigen Preisen zur Verfügung zu stellen. Als Wohnbaureferent des Landes versuche ich über die Wohnbauförderung einen wichtigen Beitrag zu leisten.

Ein entscheidender Schritt zur Beseitigung der Wohnungsnot, die es noch vor 10 Jahren gab, war die zusätzliche Finanzierung des Wohnungsneubaues in der Mitte der 90er Jahre. Damit ist es gelungen, die überhöhten Mieten wieder auf ein vernünftiges Niveau zurückzuführen. Die Mieten sind in der Folge deutlich gesunken, aber auch die Kaufpreise für Eigentumswohnungen sind zurückgegangen. Wohnen wurde wieder erschwinglich.

Die Wohnbauförderung wird auch weiterhin das Ziel haben, es möglichst vielen Menschen zu ermöglichen, die „Wohnträume“ zu verwirklichen. Dabei wird die Wohnbauförderung nie dem Einzelnen die Verantwortung für die persönliche Entscheidung abnehmen, die Wohnbauförderung aber bietet ein Sicherheitsnetz für Käufer und Mieter.

Verhängnisvoll wäre es, die so bedeutsamen Mittel der Wohnbauförderung zu reduzieren und anderweitig einzusetzen. Von Seiten der Bundesregierung droht mit dem kommenden Finanzausgleich eine weitere Schmälerung der Mittel für die Wohnbauförderung. Und auch im Land Salzburg gibt es immer wieder Versuche, der Wohnungsbranche Mittel zugunsten anderer Projekte zu entziehen. Es bedarf daher einer breiten öffentlichen Unterstützung, dass Wohnbaugeld auch den Wohnbedürfnissen vorbehalten bleibt.

Unter diesen Rahmenbedingungen wird in Salzburg daran gearbeitet, dass Wohnen leistbar und qualitätsvoll bleibt.

Dr. Othmar Raus
Wohnbau-Landesrat

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