|
Christian Duguays Sportlerdrama mit Heino Ferch und Klaus Löwitsch
"Ops", das steht im Englischen für operations, für Unternehmungen. In diesem Fall könnte es aber auch "hops" heißen. Denn hier wird mit Snowboards und Skiern gesprungen und gerast, was das Zeug hält. Denkbar dünn ist die Geschichte: Ein Gruppe amerikanischer Werbefilmer will einen Reklamespot produzieren, indem sie auf Snowboards vor einer Lawine herfahren und das gefährliche Spektakel filmen. In einem österreichischem Berghotel treffen sie jedoch auf einen serbischen Kriegsverbrecher (Klaus Löwitsch in seinem letzten Film), der sie fortan kreuz und quer durch die frostige Alpenwelt hetzt.
Warum sich Löwitsch für diese Rolle hergab und wieso ein gestandener Darsteller wie Heino Ferch mitwirkt, bleibt ein Rätsel. Denn in dieser deutschenglischluxemburgischen (!) Koproduktion sind zwar Ski und Rodel gut, Story und Schauspielkunst hingegen lästiges Beiwerk.
Das Konzept aus Action, wilder Kamera und lauter Musik funktionierte schon bei Willi Bogners "Fire and Ice". Fans des Genres können sich bei "Extreme Ops" gut berieseln lassen. Traurige Randnotiz: der Münchner Produzent Werner Koenig kam bei der Drehortsuche in den Schweizer Bergen durch ein Lawinenunglück ums Leben.
DANIEL RONEL
© SN
|