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Sandra Bullock und Hugh Grant kommen sich in Marc Lawrences charmanter Komödie "Ein Chef zum Verlieben" näher.
Eigentlich bewegen sich Lucy Kelson und George Wade in völlig entgegengesetzten Welten: Sie engagiert sich als Anwältin für die Umwelt- und Sozialbewegung, er frönt als Immobilienhai einem schicken, sorgenfreien Leben. Doch als das Wade-Imperium Lucys Gemeindezentrum mit der Abriss-Birne bedroht, kommen sich die beiden zwangsläufig etwas näher.
Lucy fordert George auf, "ihr" Gemeindezentrum stehen zu lassen. Er sucht zufällig gerade eine neue Anwältin. Vorzugsweise eine, die nicht nur hübsch ist, sondern auch etwas im Kopf hat. Da kommt ihm die perfektionistische Lucy gerade recht. Zumal er damit auch die vehementeste Kritikerin des gro-ßen "Wade Trade" befrieden kann. Lucy weiß nicht so recht, ob sie das Angebot annehmen kann, ohne ihre Ideale zu verraten. Letztlich überzeugt sie die Aussicht, von Wade Millionen für Sozialprojekte zur Verfügung gestellt zu bekommen - und sein Versprechen, das Gemeindezentrum nicht anzutasten: "Arbeiten Sie für mich, vielleicht gewinnen Sie dann auch mal", meint Lebemann George süffisant.
Schnell wird die Harvard-Absolventin Lucy (witzig und überzeugend: Sandra Bullock) zum unverzichtbaren Bestandteil der Wade-Corporation. Und von George Wades (Hugh Grant, der anscheinend den Schnösel-Typ gepachtet hat) Leben: Sie sucht seine Anzüge, Schuhe, Krawatten und Möbel aus, schreibt seine Reden und spielt auch des Nachts noch telefonisch Seelsorgerin. Sie lässt zu, dass sein Leben absolute Priorität hat und er nutzt das weidlich aus. Als Lucy das endlich kapiert, versucht sie die Konsequenzen zu ziehen und sucht eine Nachfolgerin . . .
"Ein Chef zum Verlieben" ist eine nette Liebeskomödie, die keinerlei Ansprüche stellt - außer dem, gut unterhalten zu wollen. Perfekt für einen gemütlichen Kino-Nachmittag und zudem absolut jugendfrei.
Erwähnenswert sind die wunderbaren Bilder von New York, die zur Abwechslung auch einmal das "echte" Leben abseits der touristischen Attraktionen zeigen. Stimmig ist schließlich auch die Musik, die neben Pop-Klassikern den potenziellen Publikums-Hit "Big Yellow Taxi" von den Counting Crows feat. Vanessa Carlton liefert.
URSULA SCHUPFER
© SN
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