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Leinwanddebüt des Rappers Eminem
Battlings" oder "poetry slams", das sind Wettbewerbe im Improvisions-Rappen, bei denen sich die wahren Hip-Hop-Meister zeigen und der beste Spontanreimer gewinnt. Abgehalten in Fabrikhallen oder Kneipen, sind sie häufig die einzige Chance, sich Respekt zu verschaffen und etwas dazuzuverdienen. Also sind sie genau das Richtige für James Smith Jr., genannt Rabbit.
Der Junge lebt mit seiner Mutter (gespielt von Kim Basinger) und seiner kleinen Schwester in einer Wohnwagensiedlung an der "8 Mile", der großen Straße in Detroit, die als Grenze zwischen Weiß und Schwarz gilt. Die Mutter trinkt, der Sohn arbeitet in einer Metallfabrik - es reicht, um in der Clique als Loser zu gelten. So ein Leben zehrt, macht aggressiv und keine Freude.
Um diese Geschichte glaubhaft dem Zuschauer zu vermitteln, bot der oscarprämierte Regisseur Curtis Hanson ("L. A. Confidental") die Rolle des Rabbit einem gewissen Marshall Bruce Mathers an. Junge Musikfans weltweit kennen den 30-Jährigen besser unter seinem Künstlernamen Eminem. Sie sind von ihm öffentliche Pöbeleien und provokante Songtexte gewohnt, die weder jugendfrei noch freundlich sind. Weil seine Lieder aber perfekt produziert und er professionell als "angry white boy" inszeniert wird, als wütender weißer Junge, gilt er als Superstar.
Und er ist offensichtlich auch ein hoch talentierter Schauspieler. Denn Eminem tritt im Gegensatz zu vielen Musikkollegen, die es erfolglos vor Filmkameras versuchen, ernst und authentisch auf. Schließ-lich spielt er so was wie seine eigene Geschichte. Auch wenn die ziemlich schöngefärbt wirkt und gar nicht viel passiert, ist sie doch packend und nicht nur etwas für Hip-Hop-Fans. "8 Mile" schildert atmosphärisch dicht das Leben auf Detroits Straßen mit den Konflikten rund um Hautfarbe und Herkunft. Ein bemerkenswerter Film, so viele Kritiker, die ihm sogar Oscar-Chancen einräumen. Und weil er in den USA ein großer Kassenerfolg war, wird schon über eine Fortsetzung spekuliert.
DANIEL RONEL
© SN.
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