01 Nachrichten
02
03
04
05
06
07
08
  Freitag, 25. Juli 2008 PLATTFORM FÜR SALZBURG Werbung   
Belletristik | Lifestyle Bücher | Musik Charts
DVD Neuheiten | Preishits Elektronik | Games Charts
 suchen!  
0303 Kino

Ticketcenter

Veranstaltungen

Kino

Cams

imBild

Reisen

Salzburg Urlaub

Wien Urlaub

Partnersuche

Weiterbildung

Horoskop

Alpintouren

Kunstlexikon

Suche
 

Google
Web salzburg.com

Archiv

8 Frauen
Lug und Trug
Mindestens achtfaches Vergnügen mit "8 Frauen" von Francois Ozon, gedreht mit einem Star-Ensemble

Noch selten war in einem Film eine plausible Handlung weniger wichtig als in diesem. Es ist, als versuchten acht französische "Golden Girls" ein Krimi-Musical nach einer (einzigen) Idee von Agatha Christie aufzuführen.

Zu Weihnachten treffen acht Frauen zu einem Familienfest auf einem Landsitz zusammen. Schon die erste Einstellung signalisiert, dass alles, was sich von nun an abspielen wird, nur Theater ist: es flockt der Kunstschnee und die Landschaft ist lediglich deutlich sichtbar Kulisse.

Im Haus wird der Hausherr tot aufgefunden; Selbstmord wegen seiner Geldnöte ist die erste Vermutung, doch ein Messer steckt im Rücken. Da die Verbindungen zur Außenwelt abgeschnitten sind, müssen die acht Frauen die Schuldige untereinander suchen.

Es beginnt ein Seelen-Striptease, in dem die Brüche in der Fassade der bürgerlichen Gesellschaft und die Tat-Motive jeder der acht Frauen glasklar und nackt zu Tage treten. Es gibt auch eine Lösung des verzwickten Falles, die allerdings geeichte Krimifans nicht sonderlich überraschen kann.

Aber auf Krimi-Raffinesse ist es Regisseur Francois Ozon auch nicht angekommen. Da die Rechte für die Neuverfilmung von George Cukors Komödie "Die Frauen" schon vergeben sind (Julia Roberts soll sie sich gesichert haben), nahm Ozon das Boulevardstück "Huit femmes" von Robert Thomas als Drehbuch-Vorlage.

Die Spannung dieses Films liegt in der Frage, wie jede der acht französischen Diven die Zuschauer-Erwartungen erfüllen oder bewusst ironisch brechen würde. Und so spielen Catherine Deneuve, Fanny Ardant oder Danielle Darrieux mit den Rollenklischees, die ihnen im Laufe ihrer Karrieren typgerecht zugewachsen sind. Sie brechen sie selbstironisch und greifen in den Chansons, mit denen sie zeitweise aus der Handlung ausbrechen, liebevoll schmalzig oder besser edel kitschig in die diversen Beziehungskisten.

Natürlich ist es ein außerordentlicher Genuss, die Originalstimmen der acht Stars zu hören. Doch passt die Idee, die Französinnen von deutschsprachigen Film- und TV-Stars wie Senta Berger, Katja Riemann oder Nina Hoss synchronisieren zu lassen, gut in das dramaturgische Konzept Ozons der eher kommentierenden Darstellung.

Für den Zuschauer schafft die Vertrautheit der Synchronstimmen (Senta Berger setzt sich für die Deneuve sehr achtbar ein) eine Verfremdung, welche das groteske Schauspiel aus Lug und Trug vollends in die Welt des Artifiziellen verabschiedet.

"8 Frauen" ist ein Film, welcher das Theater und die Schauspielkunst feiert. Ein All-Star-Film, welcher ein achtfaches Schau- und auch Hörvergnügen bereitet.

GÜNTER VERDIN

© SN.

 

diese seite | 30.09.2002 | 10:26

Daten und Fakten

Regie: Francois Ozon

Schauspieler: Catherine Deneuve, Isabelle Huppert, Emmanuelle Béart, Fanny Ardant, Danielle Darrieux

Genre: Komödie

Archiv

Die gesammelten Filmkritiken der SN Kino Redaktion:

0-9

A-D

E-K

L-S

T-Z

Anzeigen

Immobilien

Karriere

Motor

Andere

Tourismus

Mehr Info
Anreise (TT-MM-JJ)
Nächte Zimmer Pers

Spiel des Monats

Elevens

Flottes Kartenspiel: Hotelgutscheine gewinnen!

Premium Promotions

Blickpunkt

Web-Tipps

Link-Tipps

Ticket Polzer

Conova

Salzburger Woche

 
© 1997-2006 Salzburger Nachrichten      Kontakt  Sitemap  Impressum  AGB  Newsletter      realisiert von conova

Werbung