|
Anthony Hopkins gerät in "Bad Company"
Jerry Bruckheimer ist der Mann, der auf dem Geld sitzt. Nach Mammuterfolgen wie "Arma- geddon" oder der Kitschkanonade "Pearl Harbor" kann er sich alles und jeden leisten. Dazu gehört auch Anthony Hopkins. Er spielt hier einen ergrauten CIA-Haudegen, der Terroristen eine Atombombe abjagen muss. Und weil er das nicht ganz alleine kann, holt er sich Chris Rock mit ins Team.
Rock spielt einen Hip-Hopper, der Zwillingsbruder eines Top-Spions ist. Weil der ermordet wurde, muss er nun für ihn einspringen. Ganz schön haarsträubend ist diese Konstruktion, sie führt aber dazu, dass der Neu-Agent und sein Mentor ein ungleiches Heldenduo abgeben. Lustig soll das sein und actionreich auch. So begnadet "Hannibal" Hopkins normalerweise agiert, in diesem Plot ist er schlichtweg unterfordert. Erschwerend kommt hinzu, dass der zur Hysterie neigende US-Komiker Chris Rock wenig Talent hat.
Die meiste Kritik fing sich der Film aber ein, weil er Klischeeterroristen aus Osteuropa mit einer Klischeebombe auf New York loslässt. In den USA wurde das abgestraft: "Bad Company" geriet zum Flop. Produzent Bruckheimer und Regisseur Joel Schumacher ("Batman Forever") haben vor lauter Hightech und Hochglanz vergessen, dass ein Film auch so etwas wie eine Seele benötigt. Und noch etwas steht fest: So eine Geschichte wird Hollywood angesichts des 11. Septembers wohl niemals mehr drehen.
DANIEL RONEL
© SN.
|