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Will Smith und Tommy Lee Jones auf Alien-Jagd
Hollywood, die Fortsetzungsfabrik. Mittlerweile kann man Eindruck gewinnen, es würden mehr Nachfolger als Originale gedreht. Auf der Kinostartliste der nächsten Monate stehen unter anderem: "Stuart Little 2", "Austin Powers 3", "Das Dschungelbuch 2" oder "X-Men 2". Und weil auch Außerirdische Gewohnheitstiere sind, hat der Sony-Konzern seine Alienjäger wieder in die Anzüge gesteckt. Einleuchtend, denn Teil eins der "Men in Black" war ein Einspielhit, und eine Fortsetzung verspricht immer einen sicheren Erfolg.
Bei "Men in Black II" dürfte die Rechnung aufgehen. Der Film hat in den USA allein in den ersten beiden Wochen an die 150 Millionen Dollar in die Kassen gespült. Auch wenn diesmal alles teurer geworden ist. Die Herren Will Smith (Agent Jay) und Tommy Lee Jones (Agent Kay) kassierten Gagen von je 20 Millionen Dollar, inklusive der Zusage auf Gewinnbeteiligung.
Gut investiertes Geld, denn so gelang ein Comeback der Coolness - die beiden sind das Geheimnis des Films. Die Geschichte ist dabei Nebensache.
Im aktuellen Einsatz macht sich erneut extraterrestrischer Abschaum über die Erde her. Ein mieses Alien in Gestalt eines sexy Unterwäschemodels (Lara Flynn Boyle) will den Planeten unterjochen. Das kann nur Agent Kay verhindern, doch der hat sich am Ende von Teil eins dummerweise "geblitzdingst" lassen und fristet nun ein ahnungsloses Dasein als Provinz-Postler in kurzen Hosen.
Sein Ex-Kollege Will Smith muss ihn also zurück in die Welt von Sonnenbrille und Maßanzug holen. Und während er das tut, rast und rumpelt die Story durch Gags, streift gigantische Kulissen, nimmt Dutzende von Außerirdischen mit.
Sprüche, Tricks und bizarre Ideen schrauben sich zur Schwindligkeit hoch, und nach 87 Minuten ist Schluss. Regisseur Barry Sonnenfeld selbst sagt: "Der Film ist nicht so originell wie der erste, aber vielleicht lustiger." Ein typischer Fast-Food-Film ist "Men in Black II" auf jeden Fall: Es schmeckt, nur so ganz satt wird man nicht.
DANIEL RONEL
© SN.
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