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Ein Tusch bitte! Denn das ist er - der wohl schlechteste Film des heurigen Jahres. Zumindest hat "2002 - Durchgeknallt im All" die besten Aussichten auf diesen Titel.
Dabei ist schon die Entstehungsgeschichte des Filmes wenig erfreulich: Mit deutschen Geldern cofinanziert, war die Komödie eigentlich für den amerikanischen Markt geplant.
Gedreht wurde bereits vor drei Jahren, unter anderem auch in München. Doch dann wurde die Nonsense-Geschichte auf Eis gelegt. Und da hätte sie auch besser bleiben sollen. Denn was hier gezeigt wird, ist beschämend schwachsinnig: US-Marshall Dick Dix, gespielt von Grauzausel und "Nackte Kanone"-Star Leslie Nielsen, wird auf eine Mondbasis geschossen, um Außerirdischen das Handwerk zu legen.
Sie haben nämlich den Präsidenten entführt und durch einen Klon ersetzt. Die deutsche Langbein-Actrice Alexandra Kamp als Gegenspielerin trägt dabei viele Perücken und Verona Feldbusch darf in einer Bikini-Gastrolle ungefähr einen halben Satz aufsagen.
Die Tricks sind grottig, die Gags mehr als übel - noch nicht einmal zu einem B-Movie reicht das Werk unter der Regie von Allan A. Goldstein, das in Amerika erst gar nicht in die Kinos durfte.
Dabei trifft Spaßvogel Leslie Nielsen noch die geringste Schuld an dieser Kino-Misere: Der Mann ist immerhin 76 Jahre alt und wollte sich wohl einfach seine Rente ein wenig aufbessern. Kurz vor dem Start von "Star Wars - Episode II" bekommt also auch der Begriff "Weltraumschrott" mit "2002 - Durchgeknallt im All" eine völlig neue Bedeutung.
Und wer lacht über so einen Film? Vielleicht die Amerikaner, die sich gefreut haben, dass so viel Geld aus Deutschland für so etwas Dummes nach Hollywood gepumpt wurde.
DANIEL RONEL
© SN.
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