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Götz George in Lars Kraumes "Viktor Vogel - Commercial Man", dem Versuch einer Werbe-Satire.
SANDRA VOGELL
Angeblich kommt dieser Film im Norden des deutschsprachigen Raums besser an als im Süden - und wir sind hier ziemlich im Süden und das lässt Böses ahnen. Viktor Vogel möchte gerne "Commercial Man" werden, das heißt, er will in die Werbung und da am besten gleich hoch hinaus. Uneingeladen poltert er mitten in ein wichtiges Meeting der Agentur "Brainstorm", um sofort im hohen Bogen wieder herauszufliegen. Weil er aber so hübsch unkonventionell ist, bekommt er schließ-lich doch einen Job und erfährt, was schon Uwe Ochsenknecht in "Männer" erfahren hat: Erfolg macht korrupt.
Von der Grundidee klingt das wie der Plot zu einem xbeliebigen Fernsehfilm mit Gideon Burkhard in der Hauptrolle, gedacht ist es als Satire auf die Werbebranche und im Ergebnis ist es einfach nur unausgegoren. Zunächst verwirrt die skrupellose Verwendung aller Klischees, die man über die Werbewelt so im Kopf hat. Dann irritiert, dass der Grundkonflikt der Geschichte mit einem Satz der Hauptfigur behoben wäre und schließlich ist da noch die Kettensäge, mit der ein Tisch in Kleinteile zerlegt wird, ohne dass sich das so recht in den Rest des Films einfügen möchte. Slapstickelemente wechseln sich ab mit aufgesetzten Dialogen, einmal steht die Liebesgeschichte im Vordergrund, dann wieder alberner Klamauk. Dabei kann man sich gut vorstellen, wie der Film einmal gedacht war.
Lars Kraume, mehrfach preisgekrönt mit seinem Debütfilm "Dunckel" von 1998, bekam von seinem Vater ein Leben lang Anekdoten aus der Werbebranche erzählt. Dieser wunderbare Fundus war die Basis für das Drehbuch zu "Viktor Vogel - Commercial Man". Zusammen mit seinem schrullig charmanten Hauptdarsteller Alexander Scheer (Sonnenallee) und Götz George als Zugpferd wollte er wohl eine richtig pfiffige Satire fabrizieren. Leider endet sie im filmischen Chaos. Die Figuren sind unklar, ihre Motive, der Plot, das Problem und das Genre. Ob das im Norden tatsächlich ankommt?
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