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Cameron Crowes "Vanilla Sky" mit Tom Cruise.
DANIEL RONEL
Das ist er also, der Film zum Seitensprung. Angeblich, so zumindest diktieren es uns die PR-Agenturen seit Wochen in den Notizblock, haben sich Superstar Tom Cruise und die spanische Schönheit Penelope Cruz ja am Set zu "Vanilla Sky" kennen und lieben gelernt. Was für Herrn Cruise zur Folge gehabt haben soll, dass sich seine Gattin Nicole Kidman mit dem ganzen Programm von Rosenkrieg bis Millionenabfindung von ihm scheiden ließ. Von all dem übrig geblieben ist nun ein glücklicher Cruise und sein neuer Film.
Ob der auch inhaltlich weiter beachtenswert ist? Nur zum Teil.
"Vanilla Sky" ist nämlich ein Drama, das sich reichlich wichtig nimmt, auch wenn es das gar nicht ist. Erzählt wird die Geschichte des reichen Firmenerben David (Cruise), der sich in Sophia (Cruz), die Flamme seines besten Freundes, verliebt. Davids bisherige Freundin (Cameron Diaz) findet das gar nicht lustig und stürzt sich samt Auto und Cruise auf dem Beifahrersitz eine Brücke hinunter. Cruise überlebt, wenn auch mit entstelltem Gesicht. Und nun beginnt für den Sunnyboy ein dunkles Dasein.
Sein Antlitz versteckt er hinter einer Gummimaske, Alpträume plagen ihn. Und der Zuschauer muss da auch durch: Zwei Stunden lang fragt man sich neugierig, wie das alles zusammenpassen könnte - doch dann gibt es eine wirre Auflösung.
Regisseur Cameron Crowe ("Almost Famous") hat ein aufwendiges Psychodrama gedreht, ohne handwerklich groß Fehler gemacht zu haben. Trotzdem ist es ziemlich seltsam geraten und im Übrigen auch schon mal da gewesen: Der Film ist das exakte Remake des spanischen Thrillers "Abre los ojos" von 1997, in dem damals bereits Penelope Cruz mitgespielt hat. Cruise und Cruz beim Minenspiel zuzusehen, das hat schon was - das Ende von "Vanilla Sky" aber ist wirklich... himmelschreiend.
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