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Bemühtes Remake "Under Suspicion" mit Gene Hackman, Morgan Freeman und Monica Bellucci.
PIERRE A. WALLNÖFER
Zwei Mädchen sind binnen zweier Wochen in San Juan auf Puerto Rico ermordet worden. Und jedes Mal war der renommierte Rechtsanwalt Henry Hearst (Gene Hackman) in der Nähe. Für Polizeidetektiv Benezet (Morgan Freeman) ist klar, dass den Verdächtigen sein guter Name nicht vor peniblen Ermittlungen schützen darf. Auch, dass er ihn selbst persönlich sehr gut kennt, darf keine Rolle spielen.
In diesem Remake des berühmten französischen Thrillers "Das Verhör" von Claude Miller spiegeln sich die permanent zunehmenden Verdachtsmomente gegen Hearst in dessen privaten Problemen mit seiner viel jüngeren Frau. Monica Bellucci ist diese Schönheit, und sie wird von Benezet in die Ermittlungen einbezogen. Als Druckmittel gegen Hearst.
Bald konzentriert sich das durch Spielszenen aufgelockerte Geschehen auf das Verhör-Duell Benezets gegen Hearst, der immer mehr in die Defensive gerät, wobei seine desolate private Situation nach und nach ans Tageslicht tritt.
Regisseur Stephen Hopkins verlässt sich ganz auf die schauspielerischen Möglichkeiten von Freeman und Hackman, der nur zugibt, was man ihm beweisen kann. Das Szenario verharrt in einem uninspirierten Kammerspiel, dessen Auflösung leider spätestens ab der Hälfte des Films voraussehbar ist.
Und es zeigt sich, dass die Wahrheit zwei Gesichter haben kann.
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