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In "Mexican", dem ersten gemeinsamen Film von Brad Pitt und Julia Roberts, spielt das Traumpaar ein streitsüchtiges Duo, Regie führte Gore Verbinski.
DANIEL RONEL
Brad Pitt als tölpeliger Möchtegern-Ganove und Julia Roberts als seine cholerischliebenswerte Freundin. Was kann schon schief gehen bei dieser Konstellation und Megastar-Besetzung? Ziemlich viel. Obwohl doch eigentlich alles anders werden sollte: "Mäusejagd"-Regisseur Gore Verbinski wollte ursprünglich einen experimentellen Independent-Film mit unbekannten Darstellern drehen. Eine Mischung aus Roadmovie, Action und Romanze, die von Leichtigkeit und Einfachheit leben sollte.
Doch nun ist es so gekommen, dass Pitt und Roberts die Aufmerksamkeit völlig auf sich ziehen - verständlicherweise. Weshalb man am Anfang des Film deren Auftritte bestaunt und genießt, dann aber recht schnell feststellt, dass eine Geschichte auch gut getan hätte.
Denn die, die es gibt, ist reichlich verschachtelt und dürftig: Mafia-Laufbursche Jerry (Pitt) soll unter Lebensgefahr in Mexiko eine fluchbeladene antike Pistole (The Mexican) aufspüren. Währenddessen wird seine Freundin Samantha (Roberts) von einem Auftragskiller (James Gandolfini) entführt. Wozu und warum das Ganze? Man weiß es nicht.
Denn so gut sie spielen - und Roberts spielt mehr als das -, der Einsatz der Superstars ist wenig geschickt und führt letztlich ins Leere. Die beiden füllen nämlich zwei nettbanale Stränge, die so rein gar nichts miteinander zu tun haben. Und plötzlich wird die gewollte Nichtigkeit ärgerlich.
Außerdem stört, dass Mexiko oberflächlicher dargestellt wird als im billigsten Taschenroman: Seine Bewohner sind grimmige und beschränkte Gesellen, die den Aufenthalt für Sonnyboy Pitt in seinen leuchtenden Shirts gemeinerweise erschweren.
So ging die Rechnung "Große Stars = großes Geld" auch nicht auf: "Mexican" spielte in den USA kaum das Doppelte seiner Produktionskosten ein. Und die wären noch weit höher gelegen, hätten Pitt und Roberts auf ihren üblichen astronomischen Gehältern beharrt.
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