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Brett Ratners Filmkomödie „Family Man” mit Nicholas Cage und Téa Leoni.
DANIEL RONEL
Nein, es war wohl kein gutes Jahr für Nicholas -Cage. Erst die vielen Schlagzeilen über seine Trennung von Ehefrau und Schauspielerin Patricia Arquette, dann die Auto-Action „Nur noch 60 Sekunden”, die an den Kinokassen zwar einschlug, mit der er aber qualitativ an die Wand fuhr. Und dann scheint er noch ein kleines Haarproblem zu haben, so licht trägt er neuerdings seine Frisur. Dies hat aber nun wirklich keinen Einfluss auf Cages bescheidenes Werk der jüngsten Zeit. „Family Man” gehört dazu. Im neuen Film steigt er als Weiberheld Jack, der einen Ferrari und eine Supermodel-Freundin hat, ins Bett und wacht als Familienvater auf, mit Kombi, Gattin und zwei Kindern an der Backe. Schlimm? Für Jack schon.
Nur langsam kommt er dahinter, dass Familie und wahre Liebe mehr wert sind als Karriereleiter und Saus und Braus. Doch spätestens hier hat einen das vor Harmonie triefende Rührstück fast eingeschläfert. Anfangs sitzt man noch im Kino und denkt sich, dass da doch noch was kommen muss, vor allem wenn ein Oscargewinner wie Cage dabei ist. Es kommt aber nichts. Der Film ist schlichtweg zu oberflächlich, um zu Herzen zu gehen, zu dürftig, um eine gelungene Liebeskomödie zu sein. Nur weil es gut gemeintes und nett gespieltes Feiertagskino ist, geht „Family Man” mit viel gutem Willen in Ordnung. Da überrascht es nicht, dass Cage die Rolle des geläuterten Casanovas erst sechs Mal abgelehnt hat, bevor er schließlich doch zugriff.
Trotz Skript-Schwächen schlägt man 20 Millionen Dollar eben doch nicht einfach so aus. Mit dieser Giga-Gage dürfte sich echter Trennungsschmerz, wie man ihn Cage hier förmlich ansieht, zwar nicht lindern lassen. Für ein paar hübsche Haarteile aber reicht's allemal.
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