|
Rob Cohens Auto-Action-Thriller "The Fast und the Furious" mit den "Enkelkindern von James Dean".
DANIEL RONEL
Jeder Verkehrspolizist wird diesen Film verdammen. Rote Ampeln gibt es nicht, Bremsen sind überflüssig und Tem- polimits gelten für andere. Der Raser-Streifen "The Fast und the Furious" ist damit nicht nur der schnellste, sondern wohl auch der gefährlichste Film des Jahres. Denn erwartungsgemäß häuften sich in den USA nach Kinostart die Meldungen über Todesfälle bei illegalen Autorennen.
Um die nämlich geht es in Rob Cohens ("Daylight") neuem Auto-Actionthriller mit Zielgruppe Teenagerpublikum. Undercoverpolizist Brian (Paul Walker) schleust sich in die Gang des glatzköpfigen Draufgängers Dominic (Vin Diesel) ein, die sich aufs Ausrauben von Lkw mit Wertgut spezialisiert hat - bei Tempo 200. Die Truck-Überfälle bei voller Fahrt sind halsbrecherisch und bieten dem Zuschauer wilde, ungehemmte Stunts - wer bremst, verliert.
In der Freizeit veranstalten die Crash-Jungs nebenbei noch jene verbotenen PS-Rennen und donnern durch die Straßen von L.A., die merkwürdigerweise immer so leer sind wie an einem autofreien Sonntag. Um ein ausgeklügeltes Drehbuch geht es in diesem Film ohnehin nicht. Zu sehen sind schlichtweg frisierte Höllenmaschinen, Multikulti-Jugendliche, die Gas geben, und eine tiefer gelegte Krimigeschichte. So trivial das Ganze ist, so konsequent ist es jedoch.
Denn in "The Fast and the Furious" bekommt man das, womit man rechnet: Karambolage-Kino. Insofern wird keiner, der bewusst in diesen Film geht, enttäuscht werden. Denn er weiß, was er tut. Und unter den Enkelkindern von James Dean befinden sich auch tatsächlich ein paar, denen man durchaus den Schauspiel-Führerschein ausstellen möchte. Dazu gehören Cop-Darsteller Paul Walker und Gang-Boss Vin Diesel. Wenn einer schon so heißt, ist er in diesem Film natürlich richtig.
|