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Elizabeth Hurley und Brendan Fraser im Komödien-Remake "Teuflisch" von Harold Ramis.
MICHAEL STADLER
Elizabeth Hurley als "Frau in Rot" - allerdings verkörpert die attraktive Lady keine Traumfrau, sondern den Teufel höchst persönlich. Offenherzig outet sie sich einmal als "Prinzessin der Finsternis", dann wieder als "Barbara Streisand des Bösen". Dennoch nimmt der Computerspezialist Elliot Richards ihre Hilfe in Anspruch, denn er möchte unbedingt das Herz einer Arbeitskollegin erobern. Zu diesem Zweck gewährt der Teufel sieben Wünsche. Als Gegenleistung wird der übliche Preis vereinbart: die menschliche Seele. Eingefleischten Filmfreunden könnte die Thematik bekannt vorkommen. In der englischen Komödie "Bedazzled" ("Mephisto 68") war Peter Cook als Teufel zu sehen, dem Dudley Moore seine Seele verkaufte, um an eine attraktive Kellnerin heranzukommen. Das von Harold Ramis inszenierte Remake mit dem Titel "Teuflisch" verfrachtet das Geschehen in die High-Tech-Branche von heute. Da kann der Teufel schon einmal als Computervirus auftreten.
Ramis ging es in seiner Version nicht darum, eine Geschichte zu erzählen. Die Handlung dient vielmehr als Rahmen für ein wahres Feuerwerk an Pointen und Gags. Der von Brendan Fraser gespielte Elliot muss rasch feststellen, dass mit dem Teufel nicht gut Kirschen essen ist. Dieser sabotiert nämlich geschickt jeden der sieben Wünsche. Da verlangt der liebestolle Protagonist danach, reich, mächtig und mit der Angebeteten verheiratet zu sein, um sich wenig später in einen kolumbianischen Drogenboss verwandelt zu sehen, der in einen mörderischen Krieg mit der russischen Mafia verwickelt ist. Das Ganze nimmt Elliot nicht so tragisch, denn noch bleiben ihm sechs weitere Wünsche. Egal wie er sein Begehren auch formuliert, er landet immer wieder in Teufels Küche: als strohdummer Basketballstar mit unterentwickelter Männlichkeit, als erfolgreicher, leider aber homosexueller Schriftsteller oder als einfühlsamer Softie, der die Geliebte mit seiner Sensibilität in die Arme des nächstbesten Machos treibt. Also wünscht sich Elliot, Präsident der Vereinigten Staaten zu sein. Auch diese Verwandlung hat einen Haken: In der Haut von Abraham Lincoln betritt Elliot an jenem Apriltag des Jahres 1865 das Theater, an dem der Attentäter J. W. Booth schon auf sein Opfer wartet.
Schauspielerisch stellen die verschiedenen Rollen keinerlei Anforderungen an Brendan Fraser. Hinter den opulenten Machwerken seiner Maskenbildner ist der Darsteller ohnehin kaum zu erkennen. Elizabeth Hurley wird darauf beschränkt, auf der Leinwand teuflisch schön auszusehen und teuflisch böse zu wirken. Dass Harold Ramis die Kunst des filmischen "Entertainments" beherrscht, hat er mit Streifen wie "Und täglich grüßt das Murmeltier" sowie "Ghostbusters" hinlänglich bewiesen. Daran knüpft auch "Teuflisch" an: eine Komödie mit Witz, die als einzigen Anspruch jenen stellt, das Publikum einfach nur zu unterhalten.
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