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Mit ihrem ersten langen Realfilm „En liten Julsaga – Eine kleine Weihnachtsgeschichte” schuf die schwedische Regisseurin Asa Sjoström ein berührendes Großstadt-Märchen um die Erlebnisse der kleinen Ina.
BERNHARD FLIEHER
Perfekt geeignet für graue, lange Tage, die von freudiger Erwartung erfüllt sind. Kalt ist es. Und das Gefühl, jeden Moment wird der Schneesturm losbrechen, beschleicht einen. Die grauen Wolken hängen tief. Alles erscheint finster. Stockholm in der Düsternis des nordischen Winters. Auch dort geht es in der Vorweihnachtszeit hektisch zu. Allerdings mit dem Unterschied, dass es dort wenigstens winterliche Temperaturen hat und die Landschaft zum Weihnachtssong „Walking In A Winter Wonderland” passt. Ina wirkt ein wenig verloren. Zur Rush-Hour in der U-Bahn der schwedischen Hauptstadt – das ist nichts für kleine Mädchen. Schon gar nicht, weil sie in einer überfüllten Stockholmer U-Bahn-Station ihren so geliebten Teddybären verliert. Noonoo ist und bleibt spurlos verschwunden.
Der großen Tradition hervorragender schwedischer Kinderbücher und Märchen entstammt auch diese Weihnachts-Geschichte. Die 53-jährige Regisseurin Asa Sjoström, bereits durch zahlreiche Trickfilme in Erscheinung getreten, inszenier te „Ein kleines Weihnachtsmärchen” behutsam und berührend. Bei einigen Festivals erntete sie hervorragende Kritiken. Sie biedert sich bei ihrer ersten großen Regiearbeit dem zu erwartenden jungen Publikum nicht an, sondern schöpft gemeinsam mit ihrer Kollegin Mari Marten-Bias Wahlgren aus dem Schatz ihrer Erfahrung als Filmpädagogin.
Traurigkeit kullert aus den verzweifelten Kinderaugen. Auch dass Bruder Jakob aus Amerika zum Fest anreist, kann Ina in der grauen Vorweihnachtszeit nicht trösten. Von Vorfreunde keine Spur. Während sie weint, erlebt Noonoo, der versehentlich in einen Postsack gefallen ist, allerhand Abenteuer auf einer Odyssee durch das ganze Land. Wie soll er wieder nach Hause finden...? Wir aber wissen: Es ist Weihnachten. Das ist die Zeit, in der sich für alle, die ein kleines bisschen Kind geblieben sind, manchmal Wunder erfüllen. Und in dieser Weihnachtszeit ist gewiss auch Zeit für einen Familien-Kinobesuch.
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