|
Mit dieser banalen Verwechslungskomödie vollbringt Regisseur und Drehbuchautor Rainer Matsutani das zweifelhafte Kunststück, den "Faust"-Stoff in eine oberflächliche Blödelklamotte zu verwandeln.
Frank Faust (Jan-Josef Liefers) ist ein symphatischer Loser: Nach dem abgebrochenen Studium verdient er seinen Lebensunterhalt als Taxifahrer. Grenzenlos verzweifelt will Frank seinem verpfuschten Leben ein Ende setzten.
Für Mephisto II (Armin Rhode), Sohn des obersten Höllenfürsten, eine willkommene Chance: "Ich bringe dir Jennifer zurück, du gibst mir deine Seele."
Frank willigt begeistert ein. Zaubern kann der Satansnachwuchs zwar nicht, aber er kann sich verwandeln: In Begleitung von Heiner Lauterbach (Heiner Lauterbach), Boris Becker (Boris Becker) oder Verona Feldbusch (Verona Feldbusch) wird Frank zur Schickeriagröße.
"666" kann weder mit einem originellem Drehbuch noch mit zugkräftig besetzten Hauptrollen punkten, sondern bietet vor allem respektlose Späße jenseits der Geschmacksgrenze. Das Interesse der Medien sichert sich der triviale Klamauk mit zahlreichen Promi-Auftritten. Was auf den ersten Blick wie unsympathisches Buhlen um Aufmerksamkeit wirkt, entpuppt sich schließlich als die beste Pointe von "666".
Als Herzstück der Handlung karikieren sich die Showgrößen selbst und wirken dabei keinen Moment peinlich.
MARION FREUDENTHALER
© SN.
|