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Jason Biggs und Mena Suvari in "American Pie 2".
DANIEL RONEL
Die Mutter aller modernen Teeniesex-Filme wurde also fortgesetzt. Zu Beginn drängt sich einem der ärgerliche Eindruck auf, dass hier Kaltes aufgewärmt wird. Schließlich sind sie ja auch alle wieder mit von der "Party": Pie-Guy Jim (Jason Biggs), Großmaul Stifler (Sean William Scott) und die anderen hormongeladenen Jung-Casanovas.
Ein Jahr ist vergangen und dieses Mal nistet sich die College-Clique für den Sommer in einem Strandhaus ein, um erneut auf die Suche nach fummelwilligen Mädchen zu gehen. Womit es auch ein Wiedersehen mit den Teenie-Grazien Mena Suvari, Shannon Elizabeth und Co. gibt.
Pubertäre Peinlichkeiten, katastrophale Bettbegegnungen - zum Teil knüpfen die Witze und Kameraeinstellungen an jene des Vorgängers an. Doch der amerikanische Kuchen schmeckt im Filmverlauf immer besser und wird letztlich zum großen Spaß.
Das ist vor allem dem überaus talentierten Jung-Komiker Jason Biggs zu verdanken (der diesmal unter anderem die fatalen Eigenschaften von Sekundenkleber kennen lernt) und den Kurzauftritten seines pseudoverständnisvollen Filmvaters, dem herrlichen Eugene Levy.
In "American Pie 2" wird das bewährte Konzept der vulgärverklemmten Reifeprüfung zudem bereichert durch den Aspekt Freundschaft und die Erkenntnis, wie viel wichtiger sie sein kann als plumpe Brunftschreie. "AP 2" hat als Zusatz-Zutat also sogar ein bisschen was Dramatisches und Nachdenkliches, weswegen der Film zu Recht die US-Chartspitze als Sommerhit wochenlang blockierte.
Einen dritten Teil kriegen die Macher da sicher auch gebacken ...
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