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Eine unheimliche Begegnung der vierten Art, nämlich mit sich selbst sowie mit einem verrückten Gen-Wissenschafter (Robert Duvall), hat Arnold Schwarzeneger im neuen Action-Thriller „The 6th Day” von Roger Spottiswoode.
PIERRE A. WALLNÖFER
Das hat sich der brave Familienvater Adam (!) Gibson nicht träumen lassen. Als er eines Abends nach Hause kommt und durchs Fenster blickt, wen sieht er im trauter Dreisamkeit mit seiner Frau Natalie und Tochter Clara? Sich selbst! Der Schock sitzt tief, denn niemand scheint zu merken, dass sich ein Fremder in seiner Gestalt in die Familie eingeschlichen hat. Für einen gestandenen Schauspieler wie Arnold Schwarzenegger gibt es nichts Schlimmeres, als seiner Identität beraubt zu sein. Doch, es gibt etwas Schlimmeres: zwei Typen mit Elektroschockern und Laserwaffen, die ihm den Garaus machen wollen. Offensichtlich um den irrtümlich geklonten Adam ins Jenseits zu befördern. Denn Menschen zu klonen, das ist auch im 21. Jahrhundert immer noch streng verboten. – Wir sind jedenfalls schon mitten drin im jüngsten Actionfilm mit Arnold Schwarzenegger. Gegenspieler sind der verrückte Professor Weir (Robert Duvall), der Klon-Experimente durchführt, und der nicht minder gefährliche Wirtschaftsmagnat (Tony Goldwyn), der nur an seinen Profit denkt und Weir(d?) finanziert. Roger Spottiswoode („James Bond: Der Morgen stirbt nie”) hat einen hintergründigen Actionfilm gedreht, denn beim „6. Tag” geht es natürlich um die Schöpfungsgeschichte der Bibel und was der Mensch sich anmaßt, daraus zu machen. Hintergründig bedeutet freilich nicht automatisch Tiefgründigkeit. Viele Anspielungen an „Total Recall” und Tricksequenzen bescheren dem Zuschauer jedoch prickelnde Reminiszenzen. Und Schwarzenegger den besten Film seit langem.
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