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Action und schwarzer Humor: "Alibi", das Kinodebüt der beiden US-Werbefilmer Kurt Mattilskia und Matt Checkowski.
Man nehme eine Hand voll äußerst attraktiver Schauspieler, gebe eine Prise Comedy, Thriller und Action dazu, mische alles mit werbeclipartigen, visuellen Effekten: "Alibi", das Kinodebüt von Kurt Mattilskia und Matt Checkowski, ist ein Feuerwerk an Ideen. Die in nur 26 Tagen gedrehte Geschichte über den Inhaber einer Agentur, die Alibis für Seitensprünge verschafft, ist dank der Erfahrungen der Regisseure als Werbefilmer zu einem stilistisch ansprechenden Werk geworden.
Ray Elliot (Steve Coogan, "Coffee and Cigarettes") hat eine lukrative Geschäftsidee. Er verschafft untreuen Gatten und Gattinnen das perfekte Alibi für einen Seitensprung. Da seine Agentur sehr gefragt ist, stellt er die schöne Lola (Rebecca Romijn) ein. Als der Sohn eines guten Klienten, Wendell Hatch (James Marsden), aus Versehen bei einem Seitensprung seine Geliebte umbringt, ist Ray in einen Mordfall verwickelt, und viele Menschen sind hinter ihm her. Er muss sich vor dem aufgebrachten Vater des Täters, Robert Hatch (James Brolin), verantworten, gerät in die Schusslinie der Polizei und muss sich einen Killer (Sam Elliott) vom Leib halten. Lola steht ihm bei all dem Trubel hilfreich zur Seite. "Alibi" legt ein gehöriges Tempo vor. Mit schnellen Schnitten und abgehobenen Schnittfolgen, Zeitlupeneinstellungen und Rückblenden ist der Film vor allem ein visuelles Erlebnis.
Mit schwarzem Humor wird eine Geschichte erzählt, die Spannung, Romantik, Coolness und Sexappeal vereint. Doch auf der Überholspur ist den Regisseuren das Gespür für ihre Crew bisweilen abhanden gekommen. Ein wenig mehr Momente der Charakterstudie hätten "Alibi" gut getan.
So geht im Wirrwarr um die Seitensprünge ganz verloren, dass Rebecca Romijn nach "Femme Fatale" erneut eine beeindruckende Leistung zeigt und sich vom Image des Schauspielmodels endgültig verabschiedet hat.
JULIA KÖHLER
© SN
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