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"Das Omen", Neuauflage der schaurigen Geschichte um des Teufels Sohn, ab Dienstag in den österreichischen Kinos.
Für diesen Film kann es nur einen Starttermin geben: den 6. 6. 06. Deshalb kommt "Das Omen", Neuauflage der schaurigen Geschichte um des Teufels Sohn, der in einer US-Diplomatenfamilie aufwächst, ausnahmsweise an einem Dienstag in die Kinos.
Das neue "Omen" folgt präzise dem 30 Jahre alten Original. Selbst die Dialoge sind weitgehend identisch. Nur die Schauplätze haben sich etwas geändert. Die Eltern sind mit Julia Stiles und Liev Schreiber deutlich jünger als einst Gregory Peck und Lee Remick. Und der Junge Damien wirkt merklich teuflischer als der aus heutiger Sicht eher harmlose Bub mit roten Pausbäckchen im Original.
Die Geschichte beginnt damit, dass das Diplomatenehepaar Robert und Katherine Thorn ein fremdes Baby anstelle des eigenen, tot geborenen Sohnes annimmt. Genauer gesagt, nur der Vater weiß davon, seiner Frau verheimlicht er den Tausch.
Kurz darauf wird er zum Botschafter in Großbritannien ernannt. Die ersten Jahre mit Damien verlaufen ganz normal, doch mit der Zeit wird der Junge seltsam verschlossen und düster.
Dann erhängt sich Damiens Kindermädchen mitten in einem bunten Geburtstagsfest. Als Ersatz schleicht sich Mrs. Baylock ins Haus, eine Art bösartige Version von Mary Poppins. Mia Farrow ist in dieser Rolle so diabolisch, dass selbst ihr strahlendes Lächeln einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Die seltsamen Zwischenfälle häufen sich. Eines Tages erscheint ein Priester in Thorns Büro, der behauptet, Damien sei der Antichrist. Der Beweis: Er trage irgendwo an seinem Körper die so genannte "Zahl des Tieres", 666.
Auch das neue "Omen" ist kein typischer Horrorfilm mit strömendem Blut. Der wahre Horror ist schließlich, dass ein Kind, das Sinnbild für Unschuld, das ultimativ Böse in sich trägt und von dem Mann, der es jahrelang liebevoll aufzog, auf brutale Weise getötet werden soll.
Auch wenn diese Wortkombination seltsam klingen mag, das neue "Omen" ist ein schöner Horrorfilm. Traumhaft sind die Naturaufnahmen wie der von Nebel durchzogene Park, in dem Katherine und Damien spazieren gehen. Die vielen Nahaufnahmen füllen die Leinwand mit den Gesichtern der Schauspieler aus.
Den Ton des Films bestimmt aber vor allem ein großartiges Spiel von Schatten und Licht, das an die alten Schwarz-Weiß-Filme erinnert. "In jeder Einstellung kämpft das Licht gegen die Dunkelheit", erklärt Regisseur John Moore.
ANDREJ SOKOLOW, DPA
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