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Verfilmung des Broadway Hits "The Producers" von Mel Brooks karikiert die Musicalwelt
Wo Mel Brooks drauf steht, ist Satire drinnen. Und so muss man sich auch bei "The Producers" im Vorhinein klar sein, dass nichts davor sicher ist, durch den Kakao gezogen zu werden: weder der Broadway noch seine Castings, Stars und Sponsoren. Als Film brachte "The Producers" Mel Brooks schon in den 60ern einen Oscar ein, die Musicalversion wurde 2001 zum Erfolg der Saison und erhielt zwölf Tonys, mehr als jemals ein anderes Musical.
Mit der gleichen Besetzung wie auf der Bühne, Matthew Broderick und Nathan Lane, verfilmte Susan Stroman Brooks' Drehbuch nun erneut. Das Ergebnis: Ein 120 Minuten langer, köstlicher Musicalfilm, der die Zuschauer Tränen lachen lässt, wenn man sich auf Brooks' Spiel einlässt.
Max Bialystock (Lane) ist ein durchtriebener, gefallener König des Broadways, der nur noch Flops produziert, bis ihn der kleine Buchhalter Leo Bloom (Broderick) darauf bringt, dass man mit Geschick an einem Flop besser verdienen könnte als an einem Hit.
Da es dabei nicht ganz legal zugeht, braucht Max alle Überzeugungskunst um den gewissenhaften Leo für die Aktion zu gewinnen. Doch nun fängt der Körpereinsatz für den größten Flop der Geschichte erst an: Die beiden vollführen mit einem entflohenen Nazi, der einen Lobpreis an Hitler in Musicalform geschrieben hat, einen Hüpftanz.
Sie flirten mit einem homosexuellen Regisseur. Und sie engagieren eine blonde Schönheit, die nur Schwedisch spricht, für die Hauptrolle. Bialystock und Bloom sind überzeugt, dass aus diesem verrückten Potpourri nur ein absoluter Misserfolg werden kann. Doch der Broadway hat seine eigenen Gesetze.
So mitreißend die Lieder von "The Producers" sind, so aufwändig und perfekt ausgeführt wurden die Tanzszenen und Traumsequenzen im Stil der klassischen Musicalfilme.
Neurotischer Buchhalter
Der Film lebt von Nathan Lane und Matthew Broderick. Man merkt den beiden an, dass sie bereits jahrelang gemeinsam auf der Bühne stehen. Broderick hat sich die Figur des neurotischen Buchhalters Bloom zu Eigen gemacht, der zur Beruhigung ein Babytaschentuch mit sich herumträgt. Ihm gegenüber steht Nathan Lane als skrupelloser, durchtriebener Bialystock.
Beide geben ein ungleiches und doch kongeniales Paar ab, das sich gegenseitig anstachelt. Uma Thurman bleibt hier nur mehr, atemberaubend auszusehen. Stimmchen und gedoubelte Tanzszenen beeindrucken wenig.
Susan Stroman gelingt es zwar, das Musical auf die Leinwand zu bannen. Doch auch wenn ein Gag den nächsten jagt, sind manche Szenen überzeichnet.
THERESA STEININGER
© SN
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