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Pfarrer Walter Goodfellow (Rowan Atkinson) hütet die Schäfchen der kleinen Gemeinde Little Wallop, so gut er eben kann.
Die eigene Familie hat der Mann Gottes weniger gut im Griff. Seine Frau Gloria (Kristin Scott Thomas) verzehrt sich nach ein wenig körperlicher Nähe. Aber mit derlei Dingen hat Walter nicht viel am Hut. Seine Kinder spüren dagegen etwas zuviel körperliche Nähe, Sohn Petey in Form der Schulrowdys, für die das Pfarrerssöhnchen das geborene Opfer ist, und Tochter Holly dank ständig wechselnder Partner. Alles ändert sich, als eines Tages die neue Haushälterin Grace (Maggie Smith) auf der Bildfläche erscheint. Die alte Dame, deren tragische Vergangenheit dem Zuschauer bereits bekannt ist, ist für die familiären Unzulänglichkeiten ganz Ohr.
Um Problemlösungen ist Grace nie verlegen. Egal, ob Schulhofschläger, nervende Hunde oder langweilige Predigten, die Haushälterin weiß gegen jede Plage ein entsprechendes Rezept. Als Grace bemerkt, dass Gloria ein Techtelmechtel mit ihrem Golflehrer Lance (Patrick Swayze) unterhält, sieht sie sich gefordert, die Familie zusammenzuhalten. "Mord im Pfarrhaus", das Regiedebüt von Niall Johnson, will den berühmten schwarzen Humor Britanniens in die Welt hinaustragen. Die Komödie ist sehenswert und wesentlich komischer als die letzten Versuche Hollywoods, uns zum Lachen zu bringen.
ANDRE WESCHE
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