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Viel Action aus dem Computer: "Stealth - Unter dem Radar"
Maschinen, die menscheln, sind in Hollywood ein alter Hut. Siehe etwa "Terminator" oder das dauerplaudernde Auto aus der TV-Serie "Knight Rider".
Platter als in dem neuen Thriller "Stealth" aber wurde einem Gefährt noch nie Leben eingehaucht. Der Tarnkappen-Roboter-Bomber EDI faselt in der lauen Effektproduktion durch zwei Stunden Story-Gestrüpp, das sich auf dem Niveau einer gestrigen Militärparade abspielt. Die Action kommt erkennbar aus dem Computer, die Dialoge sind Kreisklasse und die Darsteller hätten ruhig in Reihe zwei bleiben sollen.
Neuentdeckung Jessica Alba robbt sich durch eine schlecht ausgestattete Studiokulisse und B-Movieheld Josh Lucas hat außer seinen blauen Augen wenig zu bieten.
Warum Oscargewinner Jamie Foxx ("Ray") mitspielt, bleibt ein Rätsel, dürfte aber mit einem üppigen Gehaltsscheck zu erklären sein. So beschränkt sich sein Auftritt als Elitepilot in Not schlauerweise auf wenige Minuten.
Und der Rest? Wütende Nordkoreaner und schwer bewaffnete Tadschiken. Der Hochgeschwindigkeits-Regisseur Rob Cohen, wollte wohl nach "xXx - The Next Level" (mit Vin Diesel) zeigen, dass er noch tiefer fliegen kann.
"Stealth" ist "Top Gun" hochgradig verdünnt und vergeudet wertvolle Minuten und kostbares Kerosin. Jedes moderne Videospiel ist packender.
DANIEL RONEL
© SN
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