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Regisseur Andrew Douglas drehte ein Remake des Horrorfilms "The Amityville Horror"
"Wir müssen vielleicht Opfer bringen", seufzt Kathy (Melissa George), als sie mit ihrem Ehemann (Ryan Reynolds) vor einer pittoresken, im holländischen Kolonialstil erbauten Villa auf Long Island steht. Die Ahnung wird sich erfüllen, nur werden die Opfer nicht - wie von der jungen Mutter dreier Kinder gemeint - finanzieller Natur sein.
Dass die Familie ihr Traumhaus zum "Schnäppchenpreis" erhält, hat einen Grund: Die Villa war Schauplatz eines sechsfachen Mordes. Im Makler-Deutsch klingt dies ganz harmlos: "Das Haus hat eine bewegte Geschichte." Schon bald nach dem Umzug hört George Stimmen, die ihn auffordern, seine Familie zu töten. Ähnliches war auch jenem sechsfachen Mörder widerfahren, der nunmehr hinter Gittern sitzt...
Freunden von Horrorfilmen mag die Handlung ebenso bekannt erscheinen wie der Titel. Bei "The Amityville Horror" von Andrew Douglas handelt es sich um das gleichnamige Remake eines Gruselfilms aus den 70er-Jahren, der wiederum auf einer wahren Geschichte basieren soll.
Glaubwürdig bringt Douglas den Stoff allerdings nicht auf die Leinwand. Das klassische "Poltergeist"-Spektrum ist ihm zu wenig. Den allgegenwärtigen akustischen Horror reichert er mit einer Flut an visuellen Effekten an und hofft, dass die Kinobesucher nicht so genau hinschauen. Während sich George vor seinem Bootshaus gegen die Windböen stemmt, zeigt sich unmittelbar dahinter die Wasseroberfläche des Sees beinahe spiegelglatt. Warum in den Szenen, die vor dem Haus spielen, unentwegt welke Blätter zu Boden rieseln, ist ebenfalls schwer nachzuvollziehen. Die umliegenden Bäume strotzen vor sattestem Grün. Aber wer sollte bei einem Horrorfilm schon nach Logik fragen, wenn sich nicht einmal das spritzende Filmblut an die Gesetze der Schwerkraft hält?
MICHAEL STADLER
© SN
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