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Die Gangsterposse "Be Cool" möchte auf den Spuren von "Schnappt Shorty" wandeln
Die auf Hochglanz polierte Fortsetzung von "Schnappt Shorty" offenbart, dass heute keine Geschichte mehr nötig ist, um lustige Geschichten zu erzählen. Regisseur Gary Gray, der sich zuvor mit dem Remake von "Italian Job" und dem klobigen Actionstreifen "Extreme Rage" seine Sporen verdient hat, setzt bei der Fortsetzung von "Schnappt Shorty" auf vollkommene Coolness. Allein der Titel steht für ein propagiertes Lebensgefühl: "Be Cool." Aber was hat der Film zu erzählen?
Chili Palmer, erneut in fast schon lethargischer Eleganz gespielt von John Travolta, hat keine Lust, sich noch länger im Filmgeschäft wund zu arbeiten. Durch Zufall kommt er auf den Geschmack, sich ins Musikbiz vorzuwagen. Die Frau eines (gerade von der russischen Mafia auf offener Straße erschossenen) Freundes reizt ihn nicht nur ob ihres musikalischen Riechers, sondern vornehmlich durch ihre körperlichen Vorzüge: Uma Thurman gefällt sich sichtlich in knapper Bikini-Wäsche.
Doch was als zarte, aber kaum tiefgründige Liebesgeschichte beginnt, verliert sich über 90 Minuten in einer munter zusammengeworfenen Mischung aus Vorurteilen über das verbrecherische Geschäft mit der Musik.
Das ist einfach gestrickt, und zwingend notwendig entzündet sich ein Krieg der Musik-Mafia. Das ist in der schieren Übertreibung der Inszenierung durchaus amüsant, aber auch nicht unbedingt "brüllend" komisch.
LEIP KRAMP
© SN
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