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Actiondrama "Elektra" - ein "Spin-off" von "Daredevil" nach einem Marvel-Comic
Wie erklärt man das Phänomen Jennifer Garner? Einigen dürfte die 32-Jährige bekannt sein, weil sie seit geraumer Zeit die Hauptrolle in der TV-Agenten-Serie "Alias" spielt. Aus der Klatschpresse kennt man sie als die aktuelle Freundin von Hollywood-Beau Ben Affleck. Und Anfang des Jahres gewann sie einen Preis für die beste Frisur im Showbiz.
Wenn das nicht eine lang anhaltende Leinwandkarriere verspricht! Nach ihrem Auftritt in der Teenie-Körpertausch-Komödie "30 über Nacht" hat Garner nun ihre erste Action-Hauptrolle übernommen. Es könnte aber sein, dass sie an dieses Debüt künftig lieber nicht erinnert werden will.
Denn die Marvel-Comic-Verfilmung "Elektra" ist eine seltsam unentschlossene Mischung aus Frauenporträt, Vergangenheitsbewältigung und Gewaltabenteuer. Darin gibt Garner die Profikillerin "Elektra" (die Figur hatte bereits 2003 einen ersten Auftritt im Tumultstreifen "Daredevil"), die in einem Moment mit ihrer schweren Kindheit hadert und im nächsten im feuerroten Bustier den Boden wienert, um "meine DNA zu verwischen".
Wenn sie nicht Kampfsport betreibt, schleudert "Leder-Jenny" ihre Dreizacke nach Ganoven und schraubt an ihrem Präzisionsgewehr mit Zielfernrohr.
Gewissensbisse hat sie allerdings, als sie eines Tages einen Vater (Goran Visnjic) und dessen kleine Tochter (Kirsten Prout) töten soll. Elektra ist elektrisiert, stellt sich gegen ihren Auftraggeber und übt mit der Kleinen fortan das Kickboxen.
Das ist alles hübsch anzusehen, doch am Ende war "AkteX"-Regisseur Rob Bowman entweder überfordert, gelangweilt oder bankrott. Die recht guten Ansätze verlieren sich nämlich in einem wirren letzten Drittel und einem albernen Showdown, in dem Bettlaken durch die Luft fliegen.
So ist "Elektra" nicht mehr als ein Fantasyfilm mit simplem Plot, der als halbwegs runder Thriller beginnt und als unausgegorenes Actionspektakel endet. Eine Fortsetzung kann sich Garner aus dem Kopf schlagen. Auch wenn es sicher nicht an der Frisur liegt.
DANIEL RONEL
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