|
Jonathan Glazers "Birth" mit Nicole Kidman und Lauren Bacall
Wie lange währt die Ewigkeit, und wann ist der Punkt erreicht, an dem Erinnern in Vergessen umschlägt - oder zumindest in Verdrängen? Vielleicht ist es mehr als nur Zufall, dass ein so vielschichtiges Thema wie das Erinnern zurzeit in Kinofilmen eine so große Rolle spielt. Mit "Birth" kommt nun ein Film in die Kinos, der dem Thema eine religiöse Komponente hinzufügt.
"Birth" beginnt mit dem ewigen Kreislauf von Leben und Tod. Ein Mensch stirbt, ein anderer wird in derselben Minute geboren.
"Stirb und werde" - dieser Zyklus bestimmt das Dasein. Für Anna (Nicole Kidman) hat der Gedanke nichts Tröstliches. Zehn Jahre sind vergangen, seit das Herz ihres Mannes Sean beim Joggen auf einmal zu schlagen aufhörte. Das Leben geht trotzdem weiter, auch für Anna.
Lange hat sie dem Werben des reichen Geschäftsmannes Joseph (Danny Huston) widerstanden, doch nun will sie mit ihm ein neues Kapitel beginnen.
Vor allem ihre Mutter Eleanor (Lauren Bacall) ist hocherfreut, als die beiden in ihrem Apartment in der New Yorker Upper East Side ihre Verlobung bekannt geben.
Wenige Tage später steht ein etwa zehnjähriger Junge (Cameron Bright) vor der Tür des frisch verlobten Paares und verlangt Anna unter vier Augen zu sprechen. Nachdrücklich behauptet er, die Reinkarnation ihres verstorbenen Mannes Sean zu sein.
TOBIAS KÖBERLEIN
© SN
|