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Renée Zellweger meldet sich als "Bridget Jones" diesmal "am Rande des Wahnsinns" in den Kinos zurück.
Was passiert, nachdem Bridget Jones in den Sonnenuntergang gewandert ist? Sie ist glücklich in ihrer Beziehung. Sie hat einen Freund, der sie so liebt wie sie ist: Chaotisch, etwas rund um die Hüfte, immer auf der Suche nach dem nächsten Fettnäpfchen.
Und genau diese Eigenschaften mochte 2001 auch das Kinopublikum. Dass Bridget das Talent hat, nicht nur sich selbst, sondern auch andere in peinliche Situationen zu bringen, lässt die romantische Stimmung bald abflauen.
Wenn die "Schmusemusik" abbricht, weiß man: Bridget (Renée Zellweger) muss sich abermals in der Singlewelt zurechtfinden, Kriegsrat mit ihren Freunden halten und die Launen ihrer Eltern wieder ohne Marks (Colin Firth) Unterstützung ertragen.
Zu allem Übel taucht auch Daniel Cleaver wieder auf. Hugh Grant gibt ihn betont lässig und selbstironisch, und schon muss man um Bridgets Standhaftigkeit bangen.
Gute Vorsätze, was Lebenswandel oder sportliche Aktivität betrifft, dominieren auch das zweite Buch von Helen Fielding. Die Regisseurin von "Bridget Jones - am Rande des Wahnsinns" pickt sich nur wenige Elemente aus der Romanvorlage heraus. Diese reiht sie dann aber oft zu schnell hintereinander. Noch auf der Skipiste, einem Ort einer neuerlichen Blamage, überlegt Bridget, ob sie schwanger ist und fährt Schuss direkt in die Apotheke. Sonst lässt sich Regisseurin Beeban Kidron hier entgehen, die einzelnen Elemente wirken zu lassen.
Das Buch hätte mehr zu bieten gehabt. Fast zu lange lässt man Bridget und Mark anfangs im siebenten Himmel schweben, wird doch gleichzeitig schon angedeutet, dass dies nicht so bleiben kann. Während sie noch von der perfekten Beziehung schwärmt, die sie zurzeit hat, sprechen die Einstellungen eine deutlichere Sprache.
Bilder sind eine wunderbare Unterstützung, um Brid-gets Stimmung zu übermitteln. Coca-Cola-Werbung feuert sie an. Und während ein Taxifahrer zum Stylingberater wird, liefern sich die beiden Kontrahenten um Bridget die wohl witzigste Prügelei: Da beide zu feig sind, traut sich keiner zuzuschlagen.
Längen des Films werden von der Filmmusik gekonnt überdeckt. Doch nicht nur Ohrwürmer wird man aus "Bridget Jones" mitnehmen. Das Publikum wird sich wohl zweiteilen: Jene, die mit Bridget aus vollstem Herzen mitleiden, und jene, der ihre Aktionen so peinlich sind, dass sie noch nicht einmal mehr Mitleid aufbringen.
Die erste Art der Aufnahme ist bestimmt die lustigere und Bridget wird mit Sicherheit zahlreiche Zuseher finden. Die sie schon aus dem Grund mögen, weil sie viele ihrer Schwächen mit genau diesen Zuschauern teilt.
THERESA STEININGER
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