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Maximilian Brückner und Dietmar Bär als „Männer wie wir“, Regie: Sherry Hormann
Ganz ohne Klischees geht es wohl nicht, wenn man(n) und Frau sich in einer Typenkomödie an das Thema Homosexualität heranwagen. Der Mann ist der Drehbuchautor Benedikt Gollhardt (im TV für „Edel und Starck“ verantwortlich); die Frau ist die in Deutschland lebende gebürtige Amerikanerin Sherry Hormann („Irren ist männlich“), welche die keineswegs unglaubliche Geschichte vom entscheidenden Spiel der schwulen Fußballmannschaft aus dem Ruhrpott gegen dreiste Hetero-Kicker mit parteiischer Sympathie in Szene setzt.
Maximilian Brückner (der Mammon im „Jedermann“ der Salzburger Festspiele) spielt das Coming-out des jungen Bäckers Ecki , der von seinen Teamkollegen im Hobby-Sportverein in einem münsterländischen Dorf wegen seiner Neigungen geächtet wird, mit bewundernswerter natürlicher Selbstverständlichkeit. Seine Liebesgeschichte mit dem Zivildiener Sven (nett und harmlos: David Rott; er kommt vom Wiener Reinhardt-Seminar) entwickelt sich nahezu poetisch.
Ecki sucht in Dortmund nach schwulen Fußballspielern; der bunte Haufen unterzieht sich einem harten Training unter der Anleitung eines frustrierten Ex-Profi-Fußballers (Rolf Zacher), welcher nach anfänglicher Skepsis eine Menge über Toleranz und Mitmenschlichkeit lernt.
Sherry Hormann hat offensichtlich mit Fußball selbst nicht viel am Hut: Einerseits inszeniert sie die Spiele der Dorfjugend ironisch in Wildwestfilm-Manier. Und anderseits verschenkt sie das Finale. Wie schön wäre es gewesen, wenn die schwule Mannschaft den „Gegnern“ (und auch den Dorfbewohnern) im ehrlichen Kampf Respekt abgenötigt hätte.
Immerhin: erstmals ist – als Sportplatz-Wirtin – Mariele Millowitsch ohne ihr stereotypes gewinnendes Lächeln zu sehen; sie geht ihre Rolle ganz ernst an – und gewinnt.
GÜNTER VERDIN
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