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"Große Haie - kleine Fische" überzeugt mit einer schwungvollen Geschichte und erstklassiger 3-D-Animation.
Unter Wasser ist der Hai los! Dank "Große Haie - kleine Fische" wissen wir nun, dass sich auch die Tiere des Meeres durchaus menschlich verhalten: Da gibt es den dicken Hai Don Lino (im Original mit der Stimme von Robert De Niro), eine Art Mafia-Boss, der mit seinen Hai-Untertanen die Unterwasserwelt in Angst und Schrecken versetzt. Oder Sykes (Martin Scorsese), einen nervösen Kugelfisch, der für Don Lino arbeitet und bei jeder Erregung aufgeht wie ein Luftballon.
Lenny (Jack Black) wiederum ist Don Linos Sohn, der sich partout nicht fürs Jagen interessiert: Er ist bekennender Vegetarier. Und dann ist da noch Oscar (Will Smith), der kleine knallbunte Zierfisch, der ein langweiliges Dasein in einer Wal-Waschanlage (!) fristet, und von einer kometenhaften Karriere als Star träumt.
Als Oscar eines Tages von einem Hai verfolgt wird, schwimmt er um sein Leben. Doch der Hai wird durch einen zufällig ins Wasser fallenden Anker erschlagen. Oscar nutzt die Gelegenheit: Er präsentiert sich seinen Mitfischen als Haifisch-Töter - und steigt zum Superstar auf. Bald interessiert sich auch die bildhübsche Fischin Lola (Angelina Jolie) für den tollkühnen Haifisch-Bändiger.
Wenn bloß sein Schwindel nicht auffliegt . . .
"Große Haie - kleine Fische" ist eine technisch brillante 3-D-Animation aus dem Hause Dreamworks. Jeffrey Katzenberg und Steven Spielbergs Studio dürfte damit die Konkurrenz bei Disney ganz schön das Fürchten lehren, noch dazu, weil der Film auf der Erfolgswelle des Disney-Produktes "Findet Nemo" mitschwimmt - und sich gut schlägt.
Denn die Geschichte, die die beiden Regisseure Bibo Bergeron und Vicky Jenson erzählen, hat (Wort-)Witz und Esprit, sprüht vor charmanten Einfällen und widmet sich nicht allein der Computergrafik, sondern zeichnet auch scharfe Charaktere.
Alles, was man von einem Hollywood-Film mit Familientauglichkeit erwarten darf. Durch die Mitwirkung von Stars mit charakteristischen Synchronstimmen baut sich zudem eine stimmige, vertraute Atmosphäre für die Fans auf.
Fisch-Liebhabern ist daher unbedingt anzuraten, "Große Haie - kleine Fische" in der englischen Originalversion mit dem Titel "Shark Tale" anzusehen.
Matthias Greuling
© SN
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