|
Michael "Bully" Herbigs "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1" ist auch in den österreichischen Kinos gelandet.
Niemand würde von Michael "Bully" Herbigs "(T)Raumschiff Surprise" ein cineastisches Meisterwerk erwarten. Diese Art des Kinos will schlicht unterhalten. Also muss der Unterhaltungswert die Bemessungsgrundlage für die Filmkritik sein. Etwas, das bei den unendlichen Verrissen des letzten "Bully"-Films "Schuh des Manitu" kaum berücksichtigt wurde.
Also ein paar Anmerkungen im Hinblick auf den Unterhaltungswert: Was bei "Schuh des Manitu" noch als Überraschung galt, nämlich dämlich-bayerischer Humor, eingesetzt an ungewöhnlichen Orten (etwa dem Wilden Westen), erweist sich bei der Star Wars-Parodie "(T)Raumschiff Surprise" bloß als müder Aufguss alter Scherze.
Um über die spärlich vorhandenen Lachsalven hinwegzutäuschen, erfand Michael Herbig die Nebenrolle eines Taxifahrers, in die er den deutschen Vorzeigemacho Til Schweiger hineincastete. Allein: Schweigers Präsenz im Film ist so stark, dass er fast schon die Hauptrolle spielt und die Blödler Christian Tramitz und Bully Herbig zu Statisten degradiert. Um sich zwecks Unterhaltungssteigerung das Grübeln über neue Gags zu ersparen, beschäftigte das Filmteam eine Special-Effects-Firma für aufwändige Weltraum-Kampfszenen.
Aus der Schenkelklopfer-Klamotte wurde damit ein technisch einwandfreies Abbild einer Science-Fiction-Serie. Wobei diese Serien im Original oft witziger sind als diese Parodie.
Schlechte Kritiken werden die zahllosen Fans von Bully Herbig nicht unbedingt enttäuschen. Wohl aber ein langweiliger Film wie "(T)Raumschiff Surprise".
Matthias Greuling
© SN
|