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Mädchen, Mädchen 2
Trio infernal aus Liebeskummer
Ein österreichischer Regisseur drehte die Fortsetzung

"Ich will nicht erwachsen werden - es ist teuer und anstrengend." Bittere Erkenntnis einer der drei Studentinnen, die da in München eine Wohngemeinschaft gründen möchten. An Geld fehlt's, nicht aber an der Lebenslust und an Sinn für pragmatische Lösungen.

Den richtigen Mann aufgabeln, zum Beispiel jenen Philosophiestudenten, dessen Vater als einer der wichtigsten Makler in der Stadt Herr ist über tausende Wohnungen? Oder den schnuckeligen Kerl, der in das tolle Loft neben der Bruchbude der drei jungen Damen eingezogen ist?

Manche Ziele im Leben lassen sich, wie es aussieht, nur mit totalem Körpereinsatz erreichen. Und werden trotzdem verfehlt . . .

Die deutsche Komödie "Mädchen Mädchen" hat vor drei Jahren einen Überraschungserfolg erzielt. Junge Leute zuhauf haben sich damals wiedergefunden in den drei Teenies und ihren lebhaften Liebes- und Lebenserkundungen. Nun ist eine von ihnen offenbar anderswo umtriebig und eine neue "Dritte" in den Bund gekommen. Gemeinsam sind sie endgültig erwachsen. Oder doch noch nicht?

Das Streben nach Männerglück und Wohnqualität in einem Aufwaschen steckt jedenfalls voller Tücken. In kürzester Zeit sind Missverständnisse, peinliche Situationen kaum mehr zu vermeiden.

All das steckt immer noch voller beinah altmodischer Rollenbilder und abgegriffener Stereotype? Nur ein professioneller Nörgler kann das so schreiben. In Wirklichkeit nämlich hat der Fortsetzungsfilm (der zu erwarten war) viel Charme.

Das mag auch daran liegen, dass man den Regisseur des ersten Streifens (Dennis Gansel) durch einen Österreicher ersetzt hat: Peter Gersina arrangiert die Geschichte nach einem Drehbuch von Maggie Peren ("Vergiss Amerika") flott und pfiffig. Sollte jemand meinen, dass es sich hier im Kern um ein Lavieren zwischen Komödienmustern von Doris Dörrie und Loriot handelt, dann mag das so falsch nicht sein - aber es hat einfach Witz und Charme. Der Slapstick in der Handlung ist nicht von schlechten Eltern. Diana Amft (Inken), Jasmin Gerat (Lucy) und Karoline Herfurth (Lena) - ein Trio infernal aus Liebeskummer und Lebensfrohsinn.

REINHARD KRIECHBAUM

© SN

 

diese seite | 16.08.2004 | 14:21

Daten und Fakten

Regie: Peter Gersina

Schauspieler: Diana Amft, Jasmin Gerat, Karoline Herfurth, Max Riemelt, Sebastian Ströbel

Genre: Komödie

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