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Der Zauberschüler wird reifer, sein Können als Zauberer wächst, die Spezialeffekte begeistern.
Viktor HermannSalzburg (SN). Die Vorbereitung auf den neuen Harry-Potter-Film geriet zu einem kleinen Rückfall in Verhaltensweisen, für die der hektische Alltag wenig Zeit lässt. Das Buch noch einmal gelesen, den zweiten Film "Chamber of Secrets" und dann den ersten Film "Philosophers Stone" noch einmal im Original angeschaut - schon ist man fit, um "Harry Potter und der Gefangene von Azkaban" zu genießen.
Alles ist ein wenig anders als bisher, nicht nur die Schauspieler sind - ganz gemäß dem Fortschritt in die dritte Klasse der Zauberer- und Hexenschule Hogwarts - älter und reifer geworden. Auch die Schule und ihre Umgebung haben sich ein wenig geändert. Die Hütte des neuen Lehrers für die Pflege der magischen Geschöpfe, Rubeus Hagrid, sieht ein wenig anders aus. Außerdem lernen wir jetzt endlich Hogsmead kennen, das Dorf in der Nähe, in dem die Zauberkinder Scherzartikel und Süßigkeiten einkaufen.
Harry hat zum Ende der Sommerferien wieder einmal Krach mit den Dursleys. Als Onkel Vernons Schwester Magda ihn reizt, lässt er sie anwachsen wie einen Luftballon - der schließlich um einen Schornstein in Sheffield kreisend eingefangen wird.
Harry beginnt sein drittes Schuljahr mit einer gruseligen Konfrontation mit den Dementoren - Furcht erregenden Gefängniswächtern, die Hogwarts und Harry vor dem entkommenden Sträfling Sirus Black beschützen sollen.
Der alte Kampf der Freunde Harry, Hermine Granger und Ron Weasley mit dem arroganten Draco Malfoy artet in so manche Handgreiflichkeit aus. Ja er mündet in eine hinterhältige Aktion Malfoys gegen Harrys Freund Hagrid, die dessen Lieblingstier Seidenschnabel, eine Mischung aus Greifvogel und Pferd, das Leben kosten soll.
Der Posten des Lehrers zur Verteidigung gegen die dunklen Künste ist schon wieder neu besetzt. Professor Remus Lupin wirkt zwar ein bisschen zerfleddert, bringt den Kindern aber wirksame Zaubersprüche bei. Und er lehrt sie, dass die Angst selbst der größte Feind eines jeden ist. Sein Rezept: Lachen.
Als besonders nützliches Instrument erweist sich die "Karte des Herumtreibers", die nicht nur geheime Ausgänge aus der Schule zeigt, sondern auch noch über den Aufenthaltsort von Freund und Feind informiert.
Ein wilder Kampf entbrennt, bei dem ein heimlicher Diener des dunklen Lord Voldemort und ein unschuldig verurteilter Sirius Black, ein Werwolf und der finstere Professor Snape aufeinander treffen. Die Dementoren nehmen Harry beinahe seine Seele - gäbe es da nicht einen rettenden Zauber zu seinem Schutz. Nichts ist in diesen Szenen wirklich so, wie es scheint. Selbst die Zeit, die uns als ein unveränderlicher Wert gilt, ist nicht immer frei von Tricks und Täuschung.
Der "Gefangene von Azkaban" macht den Zuschauer gruseln und bangen, begeistert mit Spezialeffekten von unerhörter Eindringlichkeit, durch die Leistung der vor allem britischen Schauspieler.
Und doch ist der dritte Teil der Erzählung - das wissen die Leser von Band vier und fünf schon jetzt - vor allem eine wichtige Vorbereitung auf kommende Ereignisse. Der böse Lord Voldemort kommt diesmal nur indirekt vor. Sein Vasall Peter Pettigrew, bisher nur als Ron Weasleys Ratte "Krätze" bekannt, kann entkommen und wird später noch eine Rolle spielen. Die Bühne ist bereit für weitere Abenteuer.
© SN
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