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Adam Sandler, Garant für unerklärliche Kinoerfolge, als hartnäckiger Verehrer von Drew Barrymore: "50 erste Dates".
Als Kinogänger muss man keine Mathematik können. Aber diese Gleichung sollte man sich schon merken: Komödienstar und Krawallspaßmacher Adam Sandler ("Mr. Deeds", "Big Daddy") steht für eine Art von Humor, die nichts für Feingeister ist und in den USA regelmäßig für unerklärliche Erfolge sorgt. Eine Rechnung mit mehreren Bekannten also. Und wieder ist sie aufgegangen. In Amerika spielte "50 erste Dates" satte 120 Millionen Dollar ein. Warum?
Der Film hat nicht wirklich viel, was ihn auszeichnet. Angefangen beim ziemlich kruden und wenig glaubhaften Inhalt: Tag für Tag muss Meeresbiologe Henry (Sandler) das Herz von Lucy (Drew Barrymore, "3 Engel für Charlie") aufs Neue erobern. Die Gute leidet nämlich nach einem Unfall an einem lädierten Erinnerungsvermögen und erlebt seit einem Jahr den immer gleichen Tag. Ihr Umfeld kümmert sich zwar rührend um sie, ihren Verehrer Henry aber hat sie an jedem Morgen konsequent wieder vergessen. Eigentlich ist es der Traum aller Frauen, pausenlos umworben zu werden - weshalb die Grundidee auch Charme hat.
Allein die Umsetzung lässt zu wünschen übrig. Denn abgesehen von ein paar Slapstick-Szenen und Vulgär-Sprüchen, die jeden jung besetzten Kinosaal lachen lassen, schlingert die Story unmotiviert auf das Ende zu. Und das ist keineswegs überraschend, sondern fast schon beängstigend. Auf dem Weg dahin wird sich noch völlig taktlos über Behinderte, Transsexuelle und ein dickes Walross lustig gemacht. Na ja. Regisseur Peter Segal, der mit Sandler bereits "Die Wutprobe" inszenierte, mag das Potenzial seiner Romantikkomödie erkannt haben, aber bevor er die Kurve kriegt, ist dem Zuschauer eigentlich schon der Geduldsfaden gerissen.
Was Hauptdarsteller Barrymore und Sandler, der zugleich einer der Coproduzenten ist, wenig stören dürfte. Die beiden verstehen sich schon seit ihrer gemeinsamen Komödie "Eine Hochzeit zum Verlieben" (1998) bestens und harmonieren auch diesmal einigermaßen.
Und weil Barrymore im Film so artig Tagebuch führt, kann sie ruhig auch das hier notieren: "50 erste Dates" ist nicht Sandlers schlimmstes Werk, er kann viel flacher und debiler. Und obwohl die Geschichte stark an "Und täglich grüßt das Murmeltier" erinnert, so komplex und tief wie die Hitkomödie von 1993 ist sie nicht.
Im Gedächtnis mag dem Zuschauer Barrymores süßes Gesicht bleiben und die hübschen Landschaftsaufnahmen des Schauplatzes Hawaii. Ansonsten ist der Film schnell vergessen.
DANIEL RONEL
© SN
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