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Das nennt man gut ausgelastet. Allein in den nächsten vier Wochen wird es drei neue Filme mit Ben Stiller geben.
Der Mann mit dem verformbaren Schwiegersohn-Gesicht ("Verrückt nach Mary") ist langsam aber sicher zu Hollywoods Top-Comedians und Erfolgsgaranten aufgestiegen. So ist er demnächst eine Hälfte des 70er- Jahre-Ermittlerduos "Starsky & Hutch". Zunächst aber tritt Polly in sein Leben. Sie, die flippige, freiheitsliebende Junggesellin (gespielt von "Friends"-Star und Brad-Pitt-Gattin JenniferAniston, im Bild mit Stiller), trifft auf ihn, den leicht neurotischen Risikomanager Reuben Feffer.
Der wittert bei jedem vergitterten U-Bahn-Schacht Lebensgefahr und betrachtet Erdnuss-Schüsseln, wie sie in Bars herumstehen, als idealen Herd für todbringende Keime. So vorausschauend er auch ist, Feffer ist trotzdem Single. Denn seine frisch Angetraute betrog ihn noch in den Flitterwochen mit einem Tauchlehrer. Doch dann kommt Polly - zwei Menschen treffen aufeinander, die gar nicht zusammenpassen.
Hier funktioniert es trotzdem: Sie tanzen Salsa, schlitzen Bettkissen auf und gehen marokkanisch essen, was gar nicht im Sinne seines Reizdarms ist.Der Film ist intelligent bis albern und eine schlau-schräge Nummernrevue mit hoher Gag- und Lacherdichte, was auch am lustigen Spiel des Ensembles liegt. Philip Seymour Hoffman agiert in einer Nebenrolle als bester Kumpel enthemmt wie stets. Viel zu verdanken ist auch dem jungen New Yorker Regisseur und Autor John Hamburg, der an "Meine Braut, ihr Vater und ich" mitschrieb- und wer die liebte, wird "...und dann kam Polly" mögen.
DANIEL RONEL
© SN
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