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Action in der dritten Dimension: Roberto Rodriguez' Film "Mission 3-D"
Der kleine Juni Cortez (Daryl Sabara) hat seinen gefährlichen Job bei der Spionageorganisation OSS an den Nagel gehängt und schlägt sich jetzt als minderjähriger Privatdetektiv durchs Leben. Wie alle anderen Kinder auch ist Juni scharf auf das neue Videospiel "Game Over", allerdings scheitert der Versuch kläglich, ein solches zu erwerben.
Vielleicht hat der Junge da noch einmal Glück gehabt, denn Toymaker (Sylvester Stallone), der Hersteller des Games, führt Böses im Schilde. Er hält die Kinder psychisch im Cyberspace des Spiels gefangen. Der Präsident der Vereinigten Staaten hat das Unheil erkannt und bittet Juni, seine Agententätigkeit in dieser Sache wieder aufzunehmen. Aber erst, als der Junge erfährt, dass seine Schwester Carmen wohl ebenfalls Toymakers Opfer wurde, stürzt er sich in die virtuelle Welt.
Der Filmemacher Robert Rodriguez ("From Dusk Till Dawn") hat in Hollywood eine beneidenswerte Stellung inne. Das große Kind, das auch als Produzent, Filmkomponist, Produktionsdesigner, Kameramann und natürlich als Autor fungiert und den Film nebenbei auch noch schneidet, darf sich nämlich nach Herzenslust austoben und seiner überschäumenden Fantasie freien Lauf lassen.
"Mission 3-D", das filmische Ideen-Feuerwerk von Rodriguez, ist voll gestopft mit prominenten Gastauftritten, Gags und spektakulären Effekten. Und es bietet ein seltenes dreidimensionales Erlebnis. Man besann sich für "Mission 3-D", der auch "Spy Kids 3" hätte heißen können, auf die guten alten 3-D-Brillen, die es an der Kinokasse gibt.
Klar, dass man den beeindruckenden räumlichen Effekt immer wieder stolz vorführt, auch wenn es gerade mal nicht so richtig passt. Wer von Computerspielen seit jeher genervt ist, sollte einen weiten Bogen um dieses Kinoerlebnis machen. Auf Videokids aber wartet ihr neuer Kultfilm.
ANDRE WESCHE
© SN
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