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Len Wisemans Debüt "Underworld" mit Horror im "Matrix"-Stil
In den Tiefen der Nacht tobt seit 1000 Jahren Krieg. Werwölfe und Vampire stehen einander in der mörderischen Blutfehde als erbitterte Feinde gegenüber. Menschen bekommen vom Konflikt der lichtscheuen Untoten nichts mit, nur der Krankenpfleger Michael Corvin (Scott Speedman) gerät zwischen die Fronten. Werwölfe planen seine Entführung, was wiederum die Vampire auf diesen speziellen Vertreter der Spezies Mensch aufmerksam macht.
Len Wiseman lässt in seinem Erstling "Underworld" von der ersten Filmminute an das Blut in Strömen fließen und ertränkt darin jeden Ansatz von logisch nachvollziehbarer Handlung. Auf die Traditionen des Genres pfeift der amerikanische Regisseur. So bekämpfen einander die Kontrahenten nicht mit ihren legendär scharfen Zähnen und ihrer archaischen Kraft des Bösen, sondern mit modernsten automatischen Faustfeuerwaffen, aus denen unentwegt in alle Richtungen geballert wird.
Besonders schießwütig erweist sich dabei Selena, die von Kate Beckinsale als eine Art weiblicher Rambo-Vamp in Latex gespielt wird. Sie soll auf der Leinwand so cool wirken, wie der gesamte Film konzipiert ist: flotte Horror-Action im zeitgeistigen "Matrix"-Stil. Das ist technisch auch alles recht bemerkenswert gelöst. Menschlich wirkende Wesen verwandeln sich ansatzlos in Bestien, die zwar evolutionstechnisch den Sauriern näher stehen als den Wölfen. Aber was soll's. Die besten Specialeffects können "Underworld" nicht vor der horrenden Stupididät des Drehbuchs (Danny McBride) retten.
MICHAEL STADLER
© SN
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