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Julia Roberts in dem Sittengemälde "Mona Lisas Lächeln" von Mike Newell ("Vier Hochzeiten und ein Todesfall").
Man schreibt das Jahr 1953. Als die neue Kunstgeschichte-Dozentin Katherine Watson (Julia Roberts) zum ersten Mal vor ihrer Klasse steht, gerät die Stunde zum Fiasko. Sie scheint den Studentinnen des noblen Wellesley-College nichts mehr beibringen zu können, den gelangweilten Mädchen ist jedes Kunstwerk samt Hintergrund bekannt.
Es ist eine Herausforderung, die Katherine unter Trä-nen annimmt. Sie konfrontiert ihre Schülerinnen mit moderner Kunst - und ebensolchem Gedankengut. Die jungen Frauen sind nämlich längst nicht so rebellisch, wenn es um die Dinge ihres zukünftigen Lebens geht. Sie studieren, um mit dem intellektuellen Rüstzeug an Bord in den Hafen der Ehe einzulaufen. Und vor Anker gilt es dann, dem Kapitän das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten.
Deshalb stehen neben Sport und Kunst auch Fächer auf dem Stundenplan, die intelligente Studentinnen zur Dienerin des künftigen Herren machen.
Katherine will sich nicht damit abfinden, dass hoch begabte Mädchen wie Betty Warren (Kirsten Dunst) oder Joan Brandwyn (Julia Stiles) einem vorbestimmten Schicksal als Hausmütterchen entgegensehen.
Sich selbst ihrer Gefühle nicht wirklich sicher, vermittelt Katherine ihren Schäfchen Selbstvertrauen und neue Perspektiven.
War diese Dame, die wir Mona Lisa nennen, glücklich? Oder ist ihr berühmtes Lä-cheln nur Ausdruck tief greifender Melancholie?
Von der ersten Kameraeinstellung an hat Julia Roberts ihr Publikum fest im Griff. Trotzdem lässt der Film von Mike Newell in puncto Charakterentwicklung einige Wünsche offen.
So muss man manche wundersame Wandlung einfach als gegeben hinnehmen. Das macht nichts, solange man sich an einem liebevoll inszenierten Sittengemälde mit großen Emotionen und hohem Unterhaltungswert erfreuen kann. Autor: Andre Wesche
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