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Buddy, der Weihnachtself, ist gekommen, um die Welt zu retten - Komödie mit Will Farrell
Munteres Bürschchen: aus dem Gitterbett des Waisenhauses getürmt, in den Sack des Weihnachtsmannes geschlüpft und im nordpolaren Elfen-Exil gelandet, bei den kleinwüchsigen Zipfelhaubenleuten, die das ganze Jahr über mit rasendem Eifer Geschenke basteln, damit's für uns zu Weihnachten etwas zu freuen gibt.
Buddy verfehlt beim Basteln die Tagesquote der Elfen bei weitem. Dass Buddy dennoch in die Menschenwelt zurück muss, ist auch damit zu erklären, dass das unterdessen dreißigjährige Ein-Meterneunzig-Kind nicht recht ins Elfenland passt. So landet der Monster-"Elf" knapp vor zwölf (also: kurz vor dem Fest) in New York - und dort schlägt's bald dreizehn.
Vieles ist recht fantasievoll. Der Film krankt allerdings daran, dass die Ideen nur ähnlich kurz sprühen wie die Spritzkerzen am Christbaum. Wenn Buddy einmal das anregende polare Elfenland (ein wenig "Gulliver unter Zwergen") verlassen hat, scheint das Kreativpotenzial von Regisseur Jon Favreau und seinem Drehbuchautor aufgebraucht.
Der Komiker Will Farrell hat vor einigen Jahren Präsident Bush parodiert. Hier sieht er aus wie eine Genmutation zwischen Senior-Pubertätsbengel Thomas Gottschalk und dem Charme-Hektiker Roberto Begnini. Freilich: Wer im Elfenland aufgewachsen ist, macht im New Yorker Straßenverkehr eine drollige Figur.
REINHARD KRIECHBAUM
© SN
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