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"Was für eine willkürliche Wunschpunkt-Verschwendung", tadelt das Sams. Schließlich sind ja auch Wunschpunkte mal aufgebraucht.
Da wäre es doppelt wichtig, Anliegen korrekt zu formulieren. Sonst kann es passieren, dass der Wohnzimmerboden von Geburtstagstorten übersät ist oder eine Riesenbadewanne mitten in der Küche steht.
Ein Sams? Im Fortsetzungsfilm (nach "Sams", 2001) hält man sich nicht mit dem Woher des Wesens mit dem sonnigen Gemüt auf - junge Kinobesucher kennen den Kerl mit Pumuckl-Frisur und den "Wunschpunkt"-Sommersprossen schon. Die Sams-Geschichten von Paul Maar gehören ja zu den Klassikern der Kinder-Literatur. Man kann die Bücher bedenkenlos verschenken, ohne den Keim subversiver Ideen in Kinderköpfe zu pflanzen.
Das gilt auch für "Sams in Gefahr" (Regie: Ben Verbong). Der Witz dieses Films ist die unverfrorene Harmlosigkeit. Da werden Klischees zusammenmontiert zu einer Geschichte, die immer vorhersehbar und doch irgendwie verquer ist. Papa Taschenbier fährt nicht nur Tandem mit Sohn Martin. Der Bub trägt auch die gleichen kreisrunden Hornbrillen. Kein Wunder, dass das Papa-Söhnchen "keine Freunde, nur Mitschüler" hat und am Geburtstag alleine dasitzt. Das ist der Moment, da das Wundermittel zum Einsatz kommt. Die Sams-Rückhol-Tropfen verfehlen die Wirkung nicht. Der Film hingegen bleibt zu brav. Das Fazit: Aufregung - moderat. Special Effects - handgestrickt. Schauspielerische Leistungen - seifenopernhaft. Kreatives Potenzial - nicht gerade überschäumend.
REINHARD KRIECHBAUM
© SN
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