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Peter Weirs "Master and Commander - Bis ans Ende der Welt"
Welchen Film erwartet man von einem, dem wegweisende Filme wie "Club der toten Dichter" oder die kritischvisionäre "Truman Show" gelungen sind? Sicher keinen über ein Segelschiff. Genau das aber ist geschehen.
Peter Weir befasst sich in seiner 13. Regiearbeit plötzlich mit historischem Seemannsgarn - die Verfilmung der Erzählungen des Iren Patrick O'Brian soll er zuvor allerdings zwei Mal abgelehnt haben.
"Master and Commander" erzählt vom britischen Seehelden Captain Jack Aubrey (Russell Crowe), der 1805 mit seiner Fregatte Jagd auf ein französisches Kriegsschiff macht. Gezeigt werden zwei große Schlachten, dazwischen dominieren Leben und Leid der Mannschaft und ein Landausflug auf Galapagos.
In O'Brians Romanen steht die Freundschaft zwischen dem gegensätzlichen Heldenduo Aubrey und Schiffsarzt Dr. Maturin (Paul Bettany) im Vordergrund. Im Film dagegen wird sie nur im Vorbeigehen behandelt, stattdessen punktet das maritime Kriegsabenteuer mit historischer Detailtreue. Spannungsbogen und emotionale Höhepunkte aber gehen schnell über Bord, insgesamt segelt das kühle und episch breite Seefahrerdrama etwas in die Belanglosigkeit. Der rüpelhafte Oscar-Preisträger Crowe nannte das authentische Windjammerwerk einen "135-Millionen-Dollar-Kunstfilm". Vermutlich meint er die Szenen, in denen er versucht, Geige zu spielen.
DANIEL RONEL
© SN
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