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Franz Antels "Bockerer IV" spielt im Prager Frühling
Wo der Bockerer überall hinkommt! Im ersten Teil von Franz Antels filmischem Spätwerk kämpfte er gegen die Nazis, im zweiten gegen die Besatzungsmächte, im dritten gegen die Russen beim Aufstand in Ungarn.
Mit über 90 Jahren schickt Antel seinen Helden in gewohnt souveräner, stänkernder Manier nunmehr in die Wirren des Prager Frühlings. Ein Wiener Fleischer, der immer dann gerade dort ist, wo politisch etwas passiert.
Diesmal reist der frisch vermählte Bockerer (Karl Merkatz) mit Gattin (Marianne Nentwich) nach Prag, um dort seinen Sohn Gustl (Sascha Wussow) im Kampf gegen die Stalinisten zu unterstützen. Doch just nach seiner Ankunft wälzen die Warschauer-Pakt-Truppen die Freiheitsträume der Tschechen brutal nieder und der Bockerer ist wieder in seinem Element.
Langsam gehen Franz Antel die historischen Hintergründe für seine nun vierteilige "Bockerer"-Saga aus. Einen fünften Teil hat der Altmeister daher bereits dementiert. Aber wer weiß?
MATTHIAS GREULING
© SN
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