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Antoine Fuquas "Tränen der Sonne": Bruce Willis rettet "Ärztin ohne Grenzen" Monica Bellucci aus dem Bürgerkrieg.
Ein Land im blutigen Bürgerkrieg, irgendwo in Afrika. Eine Gruppe brandschatzender Rebellen durchkämmt die Dörfer, ermordet unschuldige Bewohner, fällt über Frauen her. Gerade, als einer der Verbrecher zur nächsten Gräueltat ansetzen will und die Pistole auf einen Zivilisten richtet, löst sich ein Schuss aus dem Hinterhalt. Ein Heckenschütze greift aus sicherer Entfernung ein, dieses Mal in hilfreicher Mission.
Der so genannte "Sniper" ist in "Tränen der Sonne" ein wichtiges Motiv, in einem Film, in dem es um Mut geht, um Eigenverantwortung und Befehlsverweigerung. Um es vorwegzunehmen: Hollywood konnte sich vom üblichen Militär- und Heldengepose seiner Armeefilme auch hier nicht ganz lösen. Bruce Willis macht als matschverschmierter US-Elitesoldat ganz auf Rambo und spielt einen Navy-Seals-Kommandanten, der den Auftrag hat, eine "Ärztin ohne Grenzen" (Monica Bellucci) "herauszuholen". Es regnet viel (womöglich eine Erklärung für den Filmtitel?) und das Gesicht von Willis ist auch oft zu sehen: Finster, entschlossen, unrasiert - ein Sinnbild für die Produktion an sich?
Krieg ist die Hölle
"Training Day"-Regisseur Antoine Fuqua drehte das Kriegsabenteuer auf traumhaften Hawaii-Inseln, zeigt aber eher etwas durchaus Höllenhaftes.
Im Mittelpunkt stehen völlige Willkür, Gewaltbereitschaft und Elend - das offensichtliche Leid in afrikanischen Ländern wird nicht nur hier verdrängt. Dem Starsand-Stripes-Soldatenfilm, der inhaltlich viel gemeinsam hat mit der Bosnien-Evakuierung "Im Fadenkreuz" (2002) hat, gelingt es, aufzurütteln. Zum Teil zumindest.
DANIEL RONEL
© SN
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