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Killer-Saga "Irgendwann in Mexiko" von Robert Rodriguez
Je nachdem, ob man "Desperado" nun als Fortsetzung oder als Remake von "El Mariachi" betrachtet, kommt nun der zweite oder dritte Teil der mexikanischen Profikiller-Saga des Robert Rodriguez ins Kino. Der Erwartungsdruck der Fangemeinde war natürlich riesig und der erfolgsgewohnte Filmemacher hat sich alle Mühe gegeben, ihm gerecht zu werden. Vielleicht hat er ein bisschen zu viel gewollt.
El Mariachi (Antonio Banderas) stimmt nur noch traurige Lieder an. Seit seine Frau (Salma Hayek) und seine kleine Tochter Opfer des brutalen Generals Marquez (Gerardo Vigil) wurden, ist sein Leben nur noch von Rachegedanken geprägt. Gemeinsam mit seinen Freunden Fideo (Marco Leonardi) und Lorenzo (Enrique Iglesias) mischt er mit, als in Mexiko die Anarchie ausbricht. Ein einflussreicher Drogenbaron (Willem Dafoe) versucht, den beliebten Präsidenten zu beseitigen, während der zwielichtige CIA-Agent Sands (Johnny Depp) Kontakt zu El Mariachi aufnimmt, den er engagieren will, um Marquez zu töten. In diesem Sinne: Feuer frei!
Da sind sie wieder, all die vernarbten Gesichter der üblichen Verdächtigen, die in Hollywood als mexikanische Bösewichte herhalten müssen. Dass man ihnen nicht trauen kann, sieht man auf den ersten Blick. Aber in "Irgendwann in Mexiko" geht es derartig drunter und drüber, dass man bald sowieso nicht mehr weiß, wer nun was im Schilde führt.
ANDRE WESCHE
© SN
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